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Saaten mit Keimhilfen
Kleine, kegelförmige Treibhäuschen aus zersetzbarem Kunstoff verbessern die Wärme- und Feuchtigkeitsverhältnisse für den Keimungsvorgang. Samen und Keimlinge werden geschützt vor Frost, Hagel, sowie vor Frass durch Vögel, Mäuse, Schnecken und Insekten. Nach zwei bis drei Vegetationsperioden zersetzen sich die Keimhilfen unter dem Einfluss von UV- Strahlung ohne Rückstände. Schnelles Handeln bringt enorme Vorteile Ein grosser Vorteil von Direktsaaten sind Einsparungen durch den Wegfall aller Nachzucht-, Transport- und Pflanzarbeiten. Dadurch wird es möglich, schon im Frühjahr zum Beispiel nach einer Holzernte mit der Waldverjüngung zu beginnen. Der Vorteil von noch vegetationsarmen Saatplätzen sollte unbedingt ausgenützt werden. Bis die Vegetation die Bodenoberfläche abschirmt, können mehrere Jahre vergehen, und die Sämlinge können mit wenig Pflegeaufwand aus der Krautschicht entwachsen.
Wo können Saaten eine Alternative zu Pflanzungen sein?
Vorteile einer Direktsaat
Gefahren für die Kegel
Minimale BodenvorbereitungMit Hilfe einer Pendelhaue/Wiedehopfhaue wird der Boden leicht geschürft. Dieser Arbeitsvorgang entfernt Steine, Äste und kleine Wurzeln, lockert das Erdmaterial auf und beseitigt störende Vegetation. Die Keimhilfen können so leichter in den Boden gedrückt werden. So wird gesät
Vergleich zwischen Saaten mit und ohne KeimhilfenBei einer Testreihe welche wir 1985 starteten, (2000 Keimhilfen und 2000 Nullproben) sind deutlich mehr Samen in den Keimhilfen gekeimt und angewachsen als in den Vergleichsproben ohne Keimhilfen. Gemittelt über die Baumarten Bergföhre, Fichte und Lärche waren im Herbst nach der Saat 79 Prozent der Keimhilfen mit mindestens einem Sämling besetzt, bei den Nullproben dagegen nur 31 Prozent. In den folgenden Jahren hatten die Normalsaaten grössere Ausfälle als die Saaten mit Keimhilfen. Wachstum der Saaten
Saaten brauchen Pflege und Schutz Um die Saatplätze besser wieder zu finden, ist es ratsam, im
Zentrum einen Holzpfahl zu schlagen. In den ersten Jahren nach der Saat sind
Kontrollgänge im Frühjahr und Herbst nötig. Äste und liegen gebliebenes Holz
können im steilen Gelände die Keimhilfen umkippen. An Hängen mit zu erwartender
Schneebewegung (Schneegleiten) sind die Keimhilfen nur im Schutze von Stöcken,
Wurzeln und Steinen sicher. Die Sämlinge werden gerne abgefressen, wenn sie aus
den Keimhilfen wachsen. Darum ist nach 2-3 Jahren ein chemischer Wildschutz
nötig. Besser ist natürlich ein Zaun, falls dies die örtlichen Gegebenheiten
ermöglichen.
Hohe ArbeitsleistungGenaue Angaben über die Arbeitsleistung sind wegen den sehr
unterschiedlichen Verhältnissen auf potentiellen Saatplätzen schwer zu machen.
Als Richtzeit darf man von 240 Keimhilfen pro Stunde (ohne Bodenbearbeitung)
ausgehen. Bei 2400 Keimhilfen pro Hektare ist mit 10 Stunden reiner Saatarbeit
zu rechnen. Mit zunehmender Erfahrung mehr ErfolgWer
schon mit Saaten gearbeitet hat, weiss, dass ein Gelingen von vielen Faktoren
abhängt. Es gibt Jahre, in denen wir Erfolg haben. Bei einer Wiederholung im
kommenden Jahr mit dem gleichen Saatgut können die Resultate bescheiden
ausfallen. Die klimatischen Bedingungen im Verlaufe der ersten
Vegetationsperiode sind entscheidend für das Gelingen einer Freilandsaat. Diesen
jährlichen Schwankungen sind Keimlinge ohne Keimhilfen deutlich stärker
ausgesetzt. Nur Samen hoher Qualität verwendenDas Gelingen von Freilandsaaten hängt im grossem Masse von der Qualität des Saatgutes ab. Unterschiede zwischen Provenienzen können und müssen berücksichtigt werden. Die Keimkraft des geernteten oder zugekauften Saatgutes sollte hoch sein. Die Dosierung am Saatstock ist so einzustellen, dass 3-4 keimfähige Samen in einen gesteckten Kegel fallen. Der Verbrauch an hochwertigem Saatgut ist damit gering. Wenn zu viele Samen in eine Keimhilfe fallen, konkurrenzieren sich die Keimlinge/Sämlinge gegenseitig, was zu Wachstumseinbussen und erhöhten Ausfällen führt. Benötigte Menge von Saatgut pro ha
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