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Baumarten
Verschiedene Föhren-Arten (Pinus sp.), u.a. Waldföhre (P. sylvestris),
Schwarzföhre (P.
nigra)
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Symptome
Der Kiefernholznematode, ein 1mm kleiner Fadenwurm,
verursacht eine gefährliche Welke an verschieden Föhren-Arten in Gebieten mit
durchschnittlichen Sommertemperaturen über 20°C und häufigen Trockenperioden.
Der Rückgang der Harzproduktion ist das erste Zeichen einer Infektion, die
unter rötlich-brauner Nadelverfärbung sehr rasch von der Baumspitze abwärts
fortschreitet. Da die Nadeln nicht abfallen, trägt der Baum ein rötlich-braunes
Nadelkleid, was ein charakteristisches Merkmal dieser Welke darstellt. Unter
warmen und trockenen Wetterverhältnissen stirbt der Baum innerhalb von 2-3
Monaten ab, während in kühlen und feuchten Sommern die Krankheit verborgen
bleibt und ohne Symptome verläuft.
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Bursaphelenchus vallesianus: ein Splintholznematode isoliert aus absterbender
Föhre im Wallis im 2005. Dieser Organismus ist mit dem Quarantäneschädling B.
xylophilus nah verwandt, wird jedoch als nicht pathogen eingestuft. Foto:
WSL, Vergrößerung:180x
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Ursache, Zusammenhang
Der Kiefernholznematode wurde erstmals im Jahre 1999 in
Europa in Portugal nachgewiesen, jedoch bisher weder in der Schweiz noch in
anderen Europäischen Ländern festgestellt. Dieser Quarantäneschädling ist auf
ein Transportmittel angewiesen (Vektor) um auf einen Wirtsbaum zu gelangen.
Bockkäferarten der Gattung Monochamus, z.B. der einheimische
Bäckerbockkäfer (M. galloprovincialis), kann die Nematoden beim
Reifungsfraß auf gesunde Föhren übertragen. Die Nematoden dringen durch die
Rindenverletzungen in das Holz ein, vermehren sich explosionsartig und breiten
sich im ganzen Baum aus. Das Wasserleitgewebe (Xylem) wird dabei zerstört, der
Wassertransport unterbunden und der infizierte Baum verdurstet und stirbt ab.
Absterbende oder tote Bäume werden von Bockkäfern als Brutholz bevorzugt, wo
sie im Herbst ihre Eier ablegen. Die ausgeschlüpften Kieferlarven bohren sch in
das Holz ein und entwickeln sich während der Wintermonate weiter. Die im
absterbenden Baum vorhandenen oder bei Eierablage eingeschleppten
Kiefernholznematoden überwintern in den Holzgängen und Puppenwiegen der
Bockäferlarven. Im Sommer schlüpfen die jungen, mit Nematoden beladenen Käfer
aus dem Brutholz aus und infizieren mit den Nematoden beim Reifungsfraß neue,
gesunde Föhren. Ein Bockkäfer kann unter den Flügeln oder in den Atemröhren
mehrere Tausend Nematoden mit sich führen.
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Verwechslungsmöglichkeiten Verschiede Föhrenschütten (Cyclaneusma-Schütte, Lophodermium seditiosum, Physiologische Schütte)
Einheimische, wenig pathogene Bursaphelenchus-Arten wie B. mucronatus
oder B. vallesianus.
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Ein typisches Symptombild
einer von Kiefernholznematoden befallenen Seestrandföhre (P. pinaster)
in Portugal. Die Nadeln verfärben sich braun-rot, bleiben jedoch am Baum
hängen. Foto WSL.
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Die Larven des Bockkäfers (M.
galloprovincialis) bohren ein ovales Loch im Stamm einer abgeschwächten
Föhre und dringen in das Holz ein und hinterlassen zahlreiche, grobe Bohrspäne.
Die Gänge und Puppenkammer der Bockkäferlarven werden von den
Kiefernholznematoden als Winterquartier genutzt.
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Gegenmassnahmen
Gegen Einschleppung: Strenge Befolgung des
Pflanzenschutzstandards (Hitzebehandlung) für importierte Holzverpackung.
Als Verpackungsmaterial wird oft minderwertiges, mit Bockkäfern und
Nematodenlarven infiziertes Holz absterbender Föhren verwendet. Erzeugnisse aus
solchem Holz stellen eine potenzielle Infektionsquelle dar.
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Bemerkungen
Das Risiko für Föhrenbestände in Zentral- und Südeuropa ist
aufgrund der klimatischen Bedingungen sehr hoch. Die außer Kontrolle geratenen
Krankheitsausbrüche in Portugal haben das Risiko erhöht und die EU-Kommission
zur Verschärfung der Schutzmassnahmen veranlasst.
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J. Polomski 10-DEC-08
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© 2003-2006 WSL -
Waldgesundheit
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