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Gesundheitsförderung in Landschaftsentwicklungskonzepten

Author(s): Hagenbuch, Reto (1); Haltiner, Miriam (1); Dudler, Getraud (2); Hafen, Martin (2)
Organization(s): 1: Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Switzerland; 2: Hochschule Luzern, Switerzland
Contact:
Keywords
Landschaftsentwicklungskonzept, Gesundheitsförderung, Agglomerationslandschaften, Landschaftsqualitäten
Abstract
Forschungsresultate unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen bestätigen den positiven Zusammenhang zwischen Landschaft und der Förderung der menschlichen Gesundheit. Die Erkenntnisse hinsichtlich der gesundheitlichen Risikofaktoren wie Lärm, Einschränkung des Bewegungsraumes, etc. fliessen bereits heute in Konzepte der Landschaftsplanung und -gestaltung ein. Die meisten Interventionsansätze fokussieren jedoch auf die Reduktion und Eindämmung krankmachender Umweltfaktoren. Eine gezielte Berücksichtigung der gesundheitsfördernden Wirkung von Landschaft im Rahmen aktueller Instrumente der Planungspraxis fehlte bis anhin weitgehend. Mit dem Planungsinstrument Landschaftsentwicklungskonzept (LEK) steht der Landschaftsplanung ein Instrument zur Verfügung, das sich in der Praxis aufgrund des prozessorientierten und interdisziplinären Ansatzes für die nachhaltige Landschaftsentwicklung von Gemeinden und Regionen bewährt hat. Inwiefern vorhandene Konzepte und Planungsinstrumente der Landschaftsentwicklung den Zusammenhang zwischen Landschaft und Gesundheitsförderung bereits berücksichtigen, wird in dieser Studie untersucht. Hierfür werden die zwei Dokumente Werkzeugkasten LEK (HSR 2002) und das LEK der Gemeinde Cham (LEK Cham 2005) exemplarisch beigezogen und mittels qualitativer Inhaltsanalyse (Mayring 2008) untersucht. Aus der Theorie werden Kategorien hergeleitet, anhand welcher der Zusammenhang zwischen Landschaft und Gesundheitsförderung strukturiert werden kann. Das Textmaterial der beiden Dokumente wird mit diesem theoriegeleiteten Kategoriensystem codiert und inhaltlich strukturiert. Auf dieser Basis wird anschliessend analysiert und interpretiert, inwiefern gesundheitsfördernde Aspekte berücksichtigt werden, beziehungsweise hinsichtlich welcher Aspekte das Planungsinstrument LEK allenfalls ergänzt werden könnte. Als Resultate liegen Handlungsempfehlungen und Umsetzungsvorschläge vor, mit welchen in Zukunft Aspekte der Gesundheitsförderung explizit in LEKs einbezogen und dadurch gezielt berücksichtigt werden können (vgl. Hagenbuch et al. 2011). Insbesondere ist es auf der Basis dieser Studie möglich, gesundheitsfördernde Entwicklungsziele und -massnahmen für eine Agglomerationslandschaft zu formulieren und so die Nutzung des gesundheitsfördernden Potentials zu optimieren. Die Stadt Wädenswil hat im Juli 2011 einen LEK-Prozess gestartet. Die Resultate der vorliegenden Studie fliessen in diesen Prozess ein. Im Rahmen des LEK Wädenswil wird somit erstmalig der Bereich “Gesundheitsförderung” explizit in ein LEK einbezogen. Der Prozess wird durch die ZHAW begleitet und evaluiert.


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