Merkblatt für die Praxis Nr. 34
Nierhaus-Wunderwald, D.; Wermelinger, B., 2001: Der Schwammspinner (Lymantria dispar L.). Merkbl. Prax. 34: 8 S.
ISSN 1422-2876
Der Schwammspinner ist eine über Nordafrika, Europa bis nach Ostasien und Japan und seit mehr als 100 Jahren auch in den USA an Laubbäumen weit verbreitete Schmetterlingsart. Trotz einer grossen Anzahl natürlicher Gegenspieler neigt dieser ausgesprochen wärmeliebende Nachtfalter nach warm-trockenen Frühsommern oder nach künstlich verursachtem Trockenstress (z.B. Grundwasserabsenkung) zu Massenvermehrungen. Starker Raupenfrass führt dann in Laubholzbeständen aller Altersstufen oder auch in Obstanlagen zu erheblichen Blattverlusten. Der Schwammspinner wurde 1869 aus Frankreich in den Nordosten der USA eingeschleppt. Da natürliche Feinde fehlten, breitete er sich ungehindert über den Osten der USA aus. Seit 1889 kommt es in diesen Gebieten regelmässig zu Massenvermehrungen, zu deren Eindämmung enorme finanzielle Mittel eingesetzt werden.
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