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Auswirkungen lateraler und longitudinaler Vernetzung von Flussläufen auf naturschutzrelevante, flussbegleitende Arten

Im Rahmen des Forschungsprojektes "Integrales Flussgebietsmanagement" wird untersucht, inwieweit Revitalisierungsmassnahmen die funktionelle Vernetzung der Habitate von zwei naturschutzrelevanten Organismen verbessern können. Im Zentrum der Untersuchung steht dabei die Überprüfung der in der Praxis angewandten Annahmen:

Dynamische Flusslandschaft

(1) Neu geschaffene Lebensräume, welche nahe bei bereits existierenden, natürlichen Lebensräumen des selben Typs liegen, werden schneller durch habitatstypische Arten besiedelt als weit weg liegende. 

(2) Gut vernetzte Habitate weisen eine höhere Biodiversität (z.B. genetische Diversität) auf als weniger gut vernetzte.

Es werden Fallstudien für laterale und longitudinale Vernetzung mit populationsgenetischen Methoden durchgeführt. Diese haben den Vorteil, dass sie nicht einseitig auf (biologisch möglicherweise wenig aussagekräftige) Landschaftsstrukturmasse  abstützen, sondern den Grad der Vernetzung zwischen Populationen direkt mit genetischen Methoden bestimmt. Dadurch wird die biologische Relevanz von realisierten Vernetzungsprojekten und von einfachen Indikatoren der Landschaftsstruktur überprüft.

Die untersuchten Organismen sind charakteristische Arten dynamischer Flusslandschaften und eng an terrestrische Flusshabitate gebunden: die Deutsche Tamariske (Myricaria germanica) und der Kiesbankgrashüpfer (Chorthippus pullus).



 

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