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Projektdauer: 2009 - 2011

Genetisch induzierte Nischenstabilität in nahe verwandten Brassicaceae Arten

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Arabis alpina - Die Alpen Gänsekresse; eine der untersuchten Arten
Foto: Jolanda Zimmermann, WSL


Umweltfaktoren beeinflussen die globale Anpassung von Populationen, was eine ähnliche Gestaltung der ökologischen Nischen von Arten vermuten lässt. Es ist daher anzunehmen, dass diese Adaptation auch die Genome verschiedener Arten auf ähnliche Art und Weise beeinflusst, so dass adaptive Marker zwischen nahe verwandten Arten übertragbar sein sollten. Anders ausgedrückt sind vermutlich artübergreifend dieselben Gene oder Genom-Regionen an der Adaptation an einen bestimmten Umwelteinfluss beteiligt. Um dies zu testen, müssen nahe verwandte Arten unter denselben phylogeographischen Umständen untersucht werden. Diese Studie hat zum Ziel, die genomische Stabilität der Adaptation in nahe verwandten Pflanzenarten zu untersuchen. Fünf Brassicaceae-Arten (Arabis alpina, A. jacquinii, Cardamine resedifolia, Draba aizoides und Thlaspi rotundifolia) wurden aufgrund ihrer breiten ökologischen Amplitude und Verbreitung/Häufigkeit ausgewählt. Die Ergebnisse dieser Studie sind von ökologischer und evolutionsbiologischer Relevanz und geben Aufschluss über Genom-Prozesse, welche an der Adaptation beteiligt sind, und somit auch über ökologische Nischenevolution.

Informationen zu Studien über Biodiversität und Ökosystemveränderungen in Europa:http://www.ecochange-project.eu

Stichworte Brassicaceae, Alpen, Outlier Analyse, AFLPs, Adaptation, GIS