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Projektdauer: 2006 - 2009

Naturverjüngung der Schwarzpappel in der Schweiz

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Flusslandschaften - der typische Lebensraum der Schwarzpappel, Foto: Daniela Csencsics (WSL)
 
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Schwarzpappel am Reussufer, Foto: Daniela Csencsics (WSL)

Die Schwarzpappel ist eine für intakte Auenlandschaften charakteristische Baumart, doch mit dem Verlust dieses Lebensraumes wurde auch die Schwarzpappel seltener. In der Schweiz wird viel zum Schutz der verbliebenen Auen und zur Revitalisierung kanalisierter Flussabschnitte unternommen, z. B. entlang der Rhone, Thur, Reuss und Aare. Die Scharzpappel soll gezielt gefördert werden, aber es fehlt grundlegendes Wissen über die natürliche Verjüngung and Ansiedlung dieser Auenbaumart in der Schweiz. So ist nicht bekannt, ob sich die Art am Ort hauptsächlich vegetativ oder sexuell vermehrt und ob heute noch Austausch von Samen zwischen den verbliebenen Vorkommen der Schwarzpappel erfolgt.

Das Projekt soll klären, ob eine nachhaltige natürliche Verjüngung der  Schwarzpappel an den untersuchten Standorten gewährleistet ist. Ziel ist es ausserdem, die Frage der genetischen Introgression bei natürlich aufkommenden jungen Schwarzpappeln zu klären. Am Ende des Projektes werden die Kantone direkt mit der Information bedient, ob sich die Schwarzpappel ohne weitere Eingriffe an revitalisierten Flussabschnitten ansiedelt und verjüngt oder ob eine gezielte Förderung der Art nötig ist.

Stichworte Schwarzpappel, Populus nigra, Naturverjüngung,Nachkommenschaftsanalyse, Introgression