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Alpine Schwemmebene. Foto: Angéline Bedolla (WSL) |
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Hochmoor bei Maloja. Foto: Ariel Bergamini (WSL) |
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| Trockenwiese im Unterengadin. Foto: Ariel Bergamini (WSL) |
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| Amphibienlaichgebiet bei Rottenschwil. Foto: Ariel Bergamini (WSL) |
Das vom BAFU inizierte Projekt "Wirkungskontrolle Biotopschutz Schweiz" geht der Frage nach, ob sich die Biotope von nationaler Bedeutung gemäss der Schutzziele entwickeln und in ihrer Fläche und Qualität erhalten bleiben. Um diese Frage beantworten zu können, wird ein langfristiges Monitoringprojekt aufgebaut.
Die Biotope von
nationaler Bedeutung sind ein zentraler Pfeiler des schweizerischen
Schutzgebietssystems. Es ist deshalb wichtig zu untersuchen, wie sich
diese Biotope entwickeln. Die Wirkungskontrolle Biotopschutz Schweiz ist
als langfristiges Monitoringprojekt des BAFU angelegt und wird von BAFU
und WSL gemeinsam geleitet. Sie soll Auskunft darüber geben, ob die
Trockenwiesen und -weiden, Auen, Moore und Amphibienlaichgebiete von
nationaler Bedeutung in Fläche und Qualität erhalten bleiben. Dazu
werden einerseits alle nationalen Objekte der Schweiz (rund 6000
Objekte) mittels Fernerkundung untersucht. Andererseits werden in einer
grossen Stichprobe aller vier Biotoptypen Daten im Feld erhoben, nämlich
Vegetationsdaten in Dauerflächen in Trockenwiesen und –weiden, Mooren
und Auen und Daten zu Amphibienpopulationen in den
Amphibienlaichgebieten von nationaler Bedeutung. Der Einbezug weiterer
Tiergruppen in die Wirkungskontrolle (z.B. Heuschrecken oder Libellen)
wird zur Zeit getestet.
Die Wirkungskontrolle dient zudem als
Frühwarnsystem für die Schweiz und ihre biogeografischen Regionen:
Objekte, die sich stark verändern, sollen früh erkannt werden. Da sich
die Ansprüche an eine langfristige Erhebung ändern können, z.B. aufgrund
neuer gesellschaftlich oder umweltpolitisch relevanter Fragestellungen,
müssen die erhobenen Daten hohe Flexibilität aufweisen. Durch
methodische Abgleichung zwischen den verschiedenen Biotoptypen innerhalb
der Wirkungskontrolle einerseits und zwischen der Wirkungskontrolle,
dem Biodiversitätsmonitoring "BDM-CH" und dem Agromonitoring "ALL-EMA"
andererseits wird zudem erreicht, dass die Ergebnisse Biotop- und
Projektübergreifend verwendbar sind.
Im Frühjahr 2011 startete die Pilotphase der Wirkungskontrolle Biotopschutz Schweiz. Sie dauert bis 2014 an.