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Projektdauer: 2010 - 2012

Prognostizierte Effekte des Klimawandels auf Indikatorarten für strukturelle und biologische Diversität im Gebirgswald

Bäume
Hochmontaner Mischwald (Foto: K. Bollmann)
 
Kauz
 Sperlingskauz (Foto: R. Arlettaz)

Ausgangslage und Ziel

Die Verbreitung von Arten des boreo-alpinen Waldes wird durch das Klima beeinflusst, deren Vorkommen hängt aber auch von der Struktur, dem Nahrungsangebot und der interspezifischen Konkurrenz im Wald ab. Deshalb wird erwartet, dass sich der Klimawandel unterschiedlich auf die Habitatspezialisten des Gebirgswaldes auswirkt. Je nachdem, wie die Waldwirtschaft auf die sich ändernden Umweltbedingungen reagiert, werden die Auswirkungen stärker oder schwächer sein.

Das Ziel der Studie besteht darin, die direkten und indirekten Auswirkungen des Klimawandels auf die realisierten ökologischen Nischen von spezialisierten Brutvogelarten des Gebirgswaldes zu ermitteln. Dazu untersuchen wir entlang des klimatischen Gradienten Schwarzwald–Jura–Alpen, wie das Klima die strukturellen und vegetationsspezifischen Lebensraumbedingungen für ausgewählte Arten im hochmontanen und subalpinen Gebirgswald beeinflusst. Die ausgewählten Modellarten sind: Haselhuhn (Bonasa bonasia), Auerhuhn (Tetrao urogallus), Dreizehenspecht (Picoides tridactylus) und Sperlingskauz (Glaucidium passerinum).

Forschungsfragen

  • Welche Faktoren definieren die ökoklimatischen Nischen der untersuchten Arten auf der Landschaftsebene; wo und in welcher Art überlappen die Nischen?
  • Wie wird die Verbreitung der Arten durch die Zusammensetzung und Struktur der Waldbestände auf lokaler Ebene beeinflusst; welches sind die optimalen Habitatprofile und deren Schwellenwerte?
  • Welcher Anteil der Bestandesstruktur wird durch das Klima erklärt?
  • Wie werden sich Verbreitung und Qualität der Habitate der untersuchten Arten unter verschiedenen IPCC-Szenarien des Klimawandels verändern?

Projektdauer

Juli 2010 bis Juni 2012

Projektteam

  • Dr. Kurt Bollmann (WSL, Birmensdorf), Projektleiter
  • Dr. Veronika Braunisch (FVA Baden-Württemberg und Universität Bern)
  • Prof. Raphael Arlettaz (Universität Bern)
  • MSc und BSc Studierende (WSL, Universitäten Bern, Zürich, Bonn, Bochum)