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Faunenaustausch zwischen naturnahen Biotopen und IntensivkulturenProblemstellung
Art. 18 des Natur- und Heimatschutzgesetzes (NHG) geht davon aus, dass naturnahe Lebensräume in der Kulturlandschaft dem ökologischen Ausgleich dienen. Sie beherbergen eine reichhaltige Fauna, dienen aber auch vielen agroökologisch wichtigen Organismen als Überwinterungs- oder Vermehrungshabitat, oder als zeitweises Refugium nach der Ernte. Vor allem über das räumliche Ausmass der Populationsbewegungen in der Kulturlandschaft ist aber bisher wenig bekannt. ZielKenntnis über den Anteil der Tierarten in der Agrikulturlandschaft, die zumindest zeitweise auf naturnahe Strukturen zwingend angewiesen sind. Abklären, wie stark mit zunehmender Distanz zwischen naturnahen Biotopen die Möglichkeit zu einem populationserhaltenden Genaustausch abnimmt, und wie stark Intensivkulturen und Verkehrsträger isolierend wirken. Wissenschaftliche MethodeRichtungsspezifische Fallentypen an Biotopgrenzen erfassen den Populationsaustausch von Insekten und Spinnen direkt. Transektreihen von Fallen quer zu Biotopgrenzen oder über mehrere Km durch die Kultursteppe geben einen Eindruck von der räumlichen Dimension des Faunenaustausches zwischen naturnahen Biotopen und Intensivkulturen. Stand der ArbeitenDie Feldarbeiten sind abgeschlossen. Die meisten Tiergruppen (Gliedertiere) sind bestimmt und ausgewertet. Die Dipteren (ca eine halbe Mio. Mücken und Fliegen) werden zurzeit zum Teil in Budapest und Braunschweig bestimmt. Das Projekt ist in der Erntephase: die 12. Publikation erschien 1995; 1994 drei Vorträge (Basel, York GB, Göttingen BRD), 1995 Vortrag in Gembloux B, Poster an Forum für Wissen WSL. Arbeiten 1995: Zwei Manuskripte für internat. Zeitschriften, Dipteren bestimmen lassen, auswerten. Arbeiten 1996: Publikationen über das Ausbreitungspotential der einzelnen Tiergruppen, mit Spezialisten als Haupt- oder Koautoren. Stand der KenntnisseDerzeitige Konzepte über Biotopvernetzung und Biotopverbundsysteme basieren weitgehend auf der Inseltheorie von MacArthur und Wilson (1967). Im Rahmen dieses Projektes wurde ein "Mosaikkonzept" entwickelt, das auf den Faktoren Habitatvielfalt, Habitatheterogenität und lokalem Faunenaustausch beruht und den Bestrebungen eines Biotopverbundes in der Kulturlandschaft besser Rechnung trägt als die Inseltheorie. Bisher entstanden dazu 2 Dissertationen, 7 Diplomarbeiten und 11 Publikationen Bedeutung für die Praxis und ForschungÖkologische Ausgleichsflächen sind ein wichtiges Instrument im Vollzug des NHG und in der Biologischen Schädlingsbekämpfung. Quantitative Angaben über räumliche Populationsbewegungen erlauben konkretere Empfehlungen über Pufferzonen, über Maximalabstände zwischen Biotopinseln und über agroökologische Wirkung von Hecken, Waldrändern und anderen Refugien für Antagonisten von Kulturschädlingen. In der Forschung entsteht mit dem Mosaikkonzept eine Ergänzung und Alternative zur Inseltheorie. MitarbeitendeIntern
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