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Projektdauer: 2004 - 2010

Resultate

Die Untersuchungen sind soweit abgeschlossen. Einige Resultate wurden bereits veröffentlich und weitere Artikel folgen in Kürze, und die wesentlichen Datengrundlagen sollen Forschenden auf öffentlichen Datenbanken zur Verfügung gestellt werden. An der WSL wurden zwei Doktorarbeiten verfasst, die wichtige Resultate des Projekts enthalten:

Thiel-Egenter, C. (2007). Inter- and intraspecific differentiation and genetic diversity in alpine plants: when phylogeography meets biogeography. WSL Birmensdorf, Universität Zürich, Zürich.
Eine der ältesten Fragen in der Biologie ist, welche Faktoren die Verbreitung von Organismen bestimmen. Schon lange ist bekannt, dass Geschichte, Ausbreitung und Ökologie in der Biogeographie eine zentrale Rolle spielen. Die Entwicklung molekulargenetischer Methoden gibt aufgrund der Verbreitung genetischer Linien (Phylogeographie) neue Einblicke in die Pflanzengeschichte der Alpen. Die Verbindung von Bio- und Phylogeographie, d.h. ein Vergleich von Verbreitungsmustern von Arten und Genen, wurde bisher kaum gemacht. Dieser Ansatz ergibt neue Kenntnisse über den Einfluss der Geschichte und der Beschaffenheit eines Gebietes auf die darin lebenden Arten und auf historische Populationsprozesse. Als Teil dieser Doktorarbeit wurde eine neue Methode entwickelt, um genetische und floristische Grenzen geographisch zu eruieren und statistisch zu vergleichen. Die Methode wurde an einem umfassenden Datensatz zur Verbreitung und genetischen Vielfalt alpiner Pflanzenarten über den gesamten Alpenraum angewendet. Die Doktorarbeit untersuchte, ob die genetischen und floristischen Grenzen korrelieren und welche Faktoren die Lage der Grenzen bestimmen.
Weitere Informationen
Dissertation C. Thiel-Egenter (PDF)
Newsmeldung Von der Eiszeit in den Genen der Alpenpflanzen

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Steinmann, K. (2008): Testing basic assumptions of species richness hypotheses using plant species distribution data. WSL Birmensdorf, Universität Zürich, Zürich.
Die heutige Artenvielfalt hat sich über Milliarden von Jahren entwickelt. Aus einem
komplexen Zusammenspiel von biotischen und abiotischen Faktoren entstehen räumliche Muster der Artenvielfalt. Seit mehr als zwei Jahrhunderten untersuchen Forschende die Ursachen für diese Muster. Zudem wurden viele Hypothesen entwickelt, um zu erklären, weshalb es so viele Arten gibt. Die Erklärungsmechanismen wirken auf unterschiedlichen räumlichen Skalen und stehen untereinander in Wechselbeziehungen. Gerade weil in natürlichen Systemen die Vielfalt flächenabhängig ist, ist es schwierig, die einzelnen Mechanismen isoliert zu betrachten. In dieser Arbeit wurden folgende Aspekte der Artenvielfalt von Pflanzen untersucht:

  1. Klimagradienten und Artenvielfalt funktioneller Gruppen
  2. Habitatdiversität und Flächeneffekt auf die Artenvielfalt 
  3. Klimagradienten und historische Einflüsse auf die Artenvielfalt 

Weitere Informationen
Dissertation K. Steinmann (PDF)

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Weitere Resultate des Projekts sind in wissenschaftlichen Artikeln zusammengefasst und veröffentlicht worden. Eine ausführliche Liste der Publikationen finden Sie unter Publikationen


Stichworte intraspecific diversity, species richness, habitat diversity, alpine plants, Alps, Carpathians, genetic diversity