Die intraspezifische, genetische Diversität wird nur selten als Mass für die Biodiversität eingesetzt, obwohl sie geeignet wäre, um das Anpassungspotenzial einer Art in einer sich ändernden Umwelt abschätzen zu können. Im internationalen Projekt IntraBioDiv wird bei Alpenpflanzen untersucht, ob die intraspezifische Diversität mit anderen Biodiversitäts-Massen korreliert. Daraus wird abgeleitet, ob ein Einbezug der genetischen Vielfalt die Schutzmassnahmen in Zukunft zu verbessern vermag.
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| Im Projekt IntraBioDiv untersuchte Alpenpflanzen (Fotos: Conny Thiel-Egenter, Felix Gugerli) |
Der Artenreichtum ist das am häufigsten benutzte Mass für die Bewertung der Biodiversität. Die intraspezifische Diversität, d.h. die genetische Vielfalt innerhalb einer Art, wird nur selten in die Bewertung einbezogen, obwohl sie das Evolutions- und Anpassungspotenzial einer Art in einer sich ändernden Umwelt bestimmt. Um zu prüfen, ob und wie gut die verschiedenen Masse der Biodiversität übereinstimmen, untersuchte das Projekt IntraBioDiv die Zusammenhänge zwischen der intraspezifischen Diversität und dem Artenreichtum bzw. der Habitatvielfalt bei Alpenpflanzen. Daraus lassen sich Auswahlkriterien für Schutzmassnahmen zur Erhaltung der intraspezifischen Diversität ableiten.
Das von der EU unterstützte Projekt wurde von einer internationalen Gruppe von Forschenden durchgeführt. Initiiert und koordiniert wurde es von Pierre Taberlet (Universität Grenoble). Beteiligt waren 17 Institutionen aus 10 europäischen Staaten. Das Untersuchungsgebiet erstreckte sich über den ganzen Alpenbogen sowie die Karpaten.
Die Ziele des Projekts:
Folgende spezifischen Fragen untersuchten wir in den Alpen und in den Karpaten: