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Schwermetalle in Schweizer Waldböden
Das Ziel in diesem Projekt ist es, einen Überblick über Gehalte, effektive Mobilität und potentielle Toxizität von Schwermetallen in Schweizer Waldböden zu erhalten. Zusammenarbeit und umweltpolitischer RahmenIn diesem Projekt arbeitet die WSL-Forschungseinheit “Bodenwissenschaften” mit der Gruppe “Feststoffanalytik” an der EMPA Dübendorf (Peter Lienemann, Christoph Zwicky), dem "Dept. of Applied Environmental Science" der Universität Stockholm (Markus Meili), Alterra, Wageningen (Bert-Jan Groenenberg) und dem "Centre for Ecology and Hydrology", Lancaster (Ed Tipping) zusammen. Die Untersuchungen zu Quecksilber und Blei stehen im Zusammenhang mit der UNECE Konvention über weitreichende grenzüberschreitende Luftverschmutzung (Convention on Long-range Transboundary Air Pollution, LRTAP). Der schwermetallspezifische Hintergrund findet sich im Kapitel 5.5. des aktuellen "Mapping Manual". Mobilität von Chrom, Nickel, Kupfer, Zink und BleiAn 96 Waldstandorten der Schweiz wurden Schwermetallgehalte in verschiedenen Bodentiefen bestimmt. Die physikalischen und chemischen Eigenschaften der untersuchten Böden sind im Detail in den drei Bänden “Waldböden der Schweiz” beschrieben. Die Berechnung von An- bzw. Abreicherungen gegenüber Zirkonium diente der Abschätzung der relativen Schwermetallmobilität sowie dem Nachweis atmosphärischer Einträge. Potentielle ökotoxikologische Effekte wurden über den Vergleich mit Richtwerten der Schweizerischen Bodenschutzverordnung (VBBo) bzw. mit von der UN-ECE empfohlenen Grenzwerten für die Gefährdung von Mikroorganismen in Oberböden abgeschätzt. Wichtigste Resultate:
Die häufige Überschreitung von Richt- und Grenzwerten bedeuten ein potentielles Risiko für die langfristige Fruchtbarkeit der Böden. Andererseits ist unklar, in wie weit die Auswaschung von Schwermetallen aus sauren Böden in Grundwasserleiter, die in saurem Gestein liegen, zu einer Belastung von Trinkwasser-Quellen führt. (Lit.: Luster et al. 2006b, c) Mobilität von QuecksilberAktuell wird in einem repräsentativen Teil der Böden die relative Mobilität von Quecksilber bestimmt. Diese Untersuchungen ergänzen die Bestimmung von kritischen Quecksilber-Grenzwerten für die Belastung von Bodenorganismen. Transfer-Funktionen für Cadmium, Kupfer, Nickel, Blei und ZinkDie Beziehung zwischen wasserlöslichem und reaktivem Metall-Pool wird als sogenannte Transfer-Funktion ausgedrückt. Die löslichen und reaktiven Gehalte von Schweizer Waldböden aus allen Regionen dienten zur Validierung von Transfer-Funktionen, die basierend auf Daten für Holländische und Grossbritannische Böden definiert wurden. Insbesondere enthielt das Schweizerische Datenset als Besonderheit Werte für karbonathaltige Böden. (Lit.: Groenenberg et al. 2009) Publikationen
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