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Rhizosphäre
Die Rhizosphäre ist definiert als derjenige Teil des Bodens, der von Pflanzenwurzeln und assoziierten Organismen wie Bakterien und Mykorrhiza-Pilzen beeinflusst wird. In diesem Forschungsthema wollen wir die Bedeutung von Rhizosphären-Prozessen für die Mobilisierung von Nährstoffen und toxischen Substanzen sowie für biogeochemische Stoffkreisläufe in natürlichen Ökosystemen quantifizieren. Die Bedeutung der RhizosphäreDie Rhizosphäre ist der Anteil des Bodens der von der Aktivität von Pflanzenwurzeln und assoziierten Mikroorganismen beeinflusst wird. Sie unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht vom wurzelfernen Boden. Wasseraufnahme durch die Pflanze hat Gradienten in der Bodenfeuchte zur Folge. Die Kombination von Wasser- und Nährstoffaufnahme führt zu chemischen Gradienten in der Bodenfestphase und in der Bodenlösung. Wurzeln und Pilzhyphen können auch Gase wie Kohlendioxid oder Sauerstoff in die Bodenluft abgeben oder anorganische und organische Substanzen in die Bodenlösung ausscheiden. Dies kann die Mobilität und Bioverfügbarkeit von Nährstoffen und toxischen Substanzen in der Rhizosphäre beeinflussen. Die hohe Verfügbarkeit von leicht abbaubaren Kohlenstoff-Verbindungen führt dazu, dass die mikrobielle Aktivität in der Rhizosphäre bis zu 50 mal grösser sein kann als im wurzelfernen Boden. Die Rhizosphäre ist ein „Hot Spot“ biogeochemischer Umwandlungen und entsprechender Stoffflüsse. Wissenschaftliche Herausforderungen und der Beitrag der Forschungseinheit „Bodenwissenschaften“Auf der Mikroskala verfügen wir über ein detailliertes qualitative Verständnis individueller biologischer, chemischer und physikalischer Prozesse in Böden und an den Schnittstellen zwischen Pflanzenwurzeln, Mikroorganismen und Bodenbestandteilen. Wir wissen aber zu wenig, in wie weit die komplexen Wechselwirkungen in der Rhizosphäre die Funktionen von Böden und Ökosystemen als Ganzes quantitativ beeinflussen. Wir wollen deshalb die spezifische Rolle von Rhizosphären-Prozessen quantifizieren. Die Schwerpunkte dabei sind (i) die Mobilität und Verfügbarkeit von Nährstoffen und potentiell toxischen Metallen, und (ii) die biogeochemischen Kreisläufe von Kohlenstoff und wichtigen Nährelementen in natürlichen Ökosystemen. Wie erreichen wir unsere Ziele ?Wir setzen hierfür spezifische Methoden und Werkzeuge ein. Einige davon sind bereits etabliert, andere möchten wir demnächst implementieren.
Projekte
Internationale Netzwerke und Konferenzen
Buch und Internet-Publikation zu Methoden in der Rhizosphären-Forschung
Weitere Publikationen
MitarbeitendeJörg Luster (Bodenchemie) Kontakt |