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Ereignisanalyse Hochwasser 2005

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Massive Gerinneverlagerung des Chärstelenbachs bei Bristen (Foto: Amt für Tiefbau, Kt. UR)
 
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Verteilung der Niederschlagssummen [mm] über 3 Tage (MeteoSchweiz, 2006)

Ziel der Ereignisanalyse Hochwasser 2005

Mit Gesamtschäden von rund 3 Mrd. Franken übertrifft das Hochwasser vom August 2005 deutlich alle anderen Naturereignisse seit 1972, dem Beginn der systematischen Erfassung der Unwetterschäden. Das Hochwasser forderte 6 Todesopfer und führte mancherorts zu einer Überforderung der lokalen Einsatzkräfte. In der Schweiz war der gesamte Alpennordhang zwischen der Sarine und dem Alpen­rhein betroffen. Nach Osten erstreckte sich das betroffene Gebiet bis in die Region Salzburg / Österreich hinein und nach Norden bis Südbayern / Deutschland. Ereignisse wie das Hochwasser vom August 2005 bieten eine gute Gelegenheit, aussergewöhnliche Naturereignisse umfassend zu untersuchen. Im Rahmen der Ereignisanalyse Hochwasser 2005 werden – entsprechend dem Modell des integralen Risikomanagements – neben den Naturprozessen die Güte der Gefahrengrundlagen und ihre Umsetzung analysiert, das Verhalten und die Wirkung der Schutzmassnahmen untersucht, sowie die Effizienz der Vorhersagen, Warnungen, Alarmierungen und des Krisenmanagements überprüft.

Veröffentlichung der Ergebnisse

Die Dokumentation der Ergebnisse erfolgt in drei Berichten. Der erste Band gibt eine Übersicht der abgelaufenen Prozesse, der entstandenen Schäden, analysiert die Niederschlags- und Abflussvorhersagen und enthält eine erste Einordnung des Ereignisses. Der zweite Bericht wird eine vertiefte Analyse ausgewählter Prozesse beinhalten und schwergewichtig den Bereichen Intervention, Verhalten und Wirksamkeit von präventiven Massnahmen sowie Gefahrengrundlagen gewidmet sein. Der abschliessende Synthesebericht wird die Erkenntnisse, Konsequenzen und Empfehlungen für den zukünftigen Umgang mit Naturgefahren in der Schweiz für ein breiteres Publikum zusammenfassen.

Beteiligte Institutionen

  • Bundesamt für Umwelt BAFU
  • Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL
  • ETH Zürich und Lausanne
  • MeteoSchweiz
  • Private Büros
  • Kantonale Fachstellen

Weiterführende Hinweise

Mitarbeitende

  • Christoph Hegg
  • Nadine Hilker
  • Anja Koschni
  • Christian Rickli
  • Dieter Rickenmann
  • Peter Waldner

Kontakt