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Unwetterschadens-Datenbank der Schweiz

Unwetter richten in der Schweiz jährlich Schäden von rund 329 Millionen an (Mittel der Jahre 1972 – 2011, teuerungsbereinigt). Diese Schäden werden von der WSL, im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt BAFU, seit 1972 aufgrund von Zeitungsmeldungen systematisch erfasst und analysiert. Berücksichtigt werden Schäden durch auf natürliche Weise ausgelöste Hochwasser, Murgänge, Rutschungen und (seit 2002) Felsbewegungen. Schäden als Folge von Lawinen, Schneedruck, Erdbeben, Blitzschlag, Hagel, Sturm und Trockenheit werden nicht aufgenommen. Die vorgeherrschten Witterungsbedingungen werden, wenn möglich, als Ursache ebenfalls in der Datenbank vermerkt. Auf diese Weise ist eine Datenbank mit derzeit über 19'000 Einträgen entstanden.

Hochwasser 2005 in Grindelwald
Starke Beschädigung einer Scheune durch einen Murgang im Schwendibach, Grindelwald (Foto: E. Gertsch, belop gmbh, Sarnen)
 
1972-2012_dt_small
Entwicklung der Schadenskosten 1972 – 2012 (teuerungsbereinigt)

Aus der Graphik geht hervor, dass die teuerungsbereinigte Schadenssumme aller Ereignisse seit 1972 bei mehr als 13 Milliarden CHF liegt. Dieser Betrag wird durch wenige sehr grosse Ereignisse dominiert. Dabei stellt das Unwetter vom 21./22. August 2005 mit einer Gesamtschadenssumme von knapp 3 Milliarden CHF das schadenreichste Hochwasser in der Schweiz seit 1972 dar.

Die Datenbank wird in Bezug auf Ort, Ausmass und Ursache, aber auch im Hinblick auf die zeitliche und räumliche Verteilung der Unwetterereignisse ausgewertet und analysiert. Die Ergebnisse werden jährlich in der Zeitschrift "Wasser Energie Luft" publiziert.

Die Schadensdaten werden öffentlichen Institutionen auf Anfrage zur Verfügung gestellt und dienen somit als breite Informationsbasis für die Gefahrenbeurteilung.

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Projektmitarbeitende

  • Alexandre Badoux
  • Christoph Hegg
  • Norina Andres

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