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Hangmuren

Starkniederschläge können zu einer Sättigung der Böden an Hanglagen führen und flachgründige Rutschungen, so genannte Hangmuren, auslösen. Hangmuren treten meistens an steileren Hängen auf und bedrohen Infrastruktur, Gebäude und Infrastruktur wie Strassen oder Eisenbahnlinien in Bezug auf Zerstörung oder Schliessung. Sie bestehen für gewöhnlich aus einer Mischung von Wasser, Bodenmaterial und Schlamm. Einmal ausgelöst, lässt sich der geomorphologische Prozess zwischen einer Rutschung und einem Fliessen der Materialmischung einordnen. Dabei ist es wichtig, den Prozess vollständig zu verstehen, um (1) eine adäquate Simulation oder Modellierung zu erreichen oder um (2) neue und geeignete Schutzmassnahmen planen und dimensionieren zu können.

Hangmuren in Graubünden   Hangmuren im Feld


Quelle: Amt für Wald und Landschaft, Obwalden

Meteorologen nehmen an, dass die Wahrscheinlichkeit extremer Niederschlagsereignisse weltweit künftig steigen wird (Globale Klima­veränderung) weswegen auch mit einer einer erhöht Hangmurenauftretenswahrscheinlichkeit gerechnet werden muss. Die für den Schutz zuständigen Behörden sind sich mehrheitlich einig, dass die Bedrohung durch Hangmuren aufgrund der Häufung der Ereignisse in den letzten Jahren weiterhin ein Thema bleiben wird. Somit sind geeignete Schutz­massnahmen für Strassen und Eisenbahnstrecken erforderlich. Auch exponierte Gebäude müssen vor diesen oberflächennahen Rutschungen geschützt werden.

Simulation einer Hangmure


Zur Zeit laufen an der WSL vier Hangmuren-Projekte: