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| Hochwasser 2005: Grossmatt beim Sarnersee OW. Foto: Schweizer Luftwaffe. |
Hochwasser
verursachen in der Schweiz jedes Jahr durchschnittlich Schäden im
Umfang von etwa 344 Mio. CHF. Um möglichst viele Schäden zu vermeiden
braucht es umfassende
Gefahrengrundlagen wie etwa Gefahrenkarten und detaillierte Prognosen;
robuste
und überlastbare Schutzbauten und -konzepte sowie optimal vorbereitete
und
koordinierte Einsätze.
Der Umgang mit den Risiken ist eine Verbundaufgabe aller potentiell Betroffenen und vieler Institutionen. Die WSL erarbeitet seit über 100 Jahren Grundlagen für den Umgang mit diesen Risiken und setzt diese gemeinsam mit Partnerinstitutionen um. Seit mehr als 40 Jahren erforscht sie im Alptal die Gebirgshydrologie. 2010 hat die WSL hier eine welweit einzigartige Geschiebemessanlage in Betrieb genommen. Mit zusätzlich vier Abflussmessstationen, Wasserqualitätsmessungen und Schneedeckenuntersuchungen ist das Alptal einer der weltweit bestuntersuchten Orte in Bezug auf Wildbäche.
| Hydrologische Forschung im Alptal (SZ) |
Das von der WSL in Zusammenarbeit mit Partnern wie MeteoSchweiz, Uni Bern und privaten Ingeneurbüros entwickelte und betriebene Hochwasser-Vorhersagesystem IFKIS Hydro kann Sicherheitsverantwortliche über zu erwartende Hochwasser informieren.
| IFKIS-Hydro |
Seit September
2008 besteht für die Stadt Zürich und das Sihltal ein operationelles
Hochwasservorhersagesystem (IFKIS-Sihl). Mittels täglich durchgeführten Modellierungen
können Hochwasserereignisse frühzeitig erkannt werden, was die Sicherheit für
die Stadt Zürich und vor allem während den Bautätigkeiten am Bahnhof
Löwenstrasse (kritische Bauphase 2008 - April 2011) verbessert. (mehr Informationen)