|
Biodiversität
Landschaftsentwicklung
Management von Naturgefahren
Nachhaltige Ressourcennutzung
Waldökosysteme
Forschungseinheiten
Forschungsprogramme
Im Fokus
Mitarbeitende
Organisation
Aufgaben
Geschichte
Jobs und Karriere
Kontakt und Anfahrt
Murgänge: Forschung für den Ernstfall
Einen
Forschungsschwerpunkt setzt die WSL bei den Naturgefahren. Dazu gehören
neben Lawinen und Hochwasser auch Murgänge. Sie gehören zu gefürchteten
Ereignissen in Gebirgsregionen, da sie neben Wasser vor allem Steine
und Geröll mit grosser Wucht in Dörfer, auf Strassen und Bahnlinien
transportieren können. Um das Risiko zu mindern und Massnahmen zu
treffen, muss man wissen, wie ein Murgang genau funktioniert. Daran
arbeitet die WSL. Neben der Grundlagenforschung unterstützt die WSL mit
ihrem Wissen die Entwicklung von Schutzmassnahmen. Dazu gehören zum
Beispiel neuartige Netze, Tools für die Raumplanung und Notfallkonzepte
für Gemeinden. Auch der Umgang mit dem Risiko und die Bewertung von
Massnahmen durch die Bevölkerung werden untersucht. ForschungsthemenWas ist ein Murgang?In
Wildbächen treten nach heftigen Regenfällen oft Murgänge auf. Diese
können zu grossen Schäden in Siedlungen und an Infrastruktur führen.
Doch was ist ein Murgang genau? Ziel der Forschung an der WSL ist,
bessere Grundlagen für die Beschreibung des Geschiebetransportes und
Fliessverhaltens von Murgängen zu erarbeiten. Damit können
Gefahren-Abschätzungen vorgenommen werden.
Flexible Murgangbarrieren
Ähnlich
wie Steinschlagnetze sehen sie aus, die flexiblen Murgangbarrieren. Sie
werden zur Zeit im Illgraben (VS) getestet. Ziel des Projekts ist es,
die wirkenden Kräfte zwischen Murgang und Barriere zu erfassen. Nur so
können die Barrieren für den Ernstfall dimensioniert werden. Die ersten
Resultate sind viel versprechend. Entwickelt wurde der neuartige
Murschutz von der WSL und der Fatzer AG Geobrugg Schutzsysteme.
Mitfinanziert wird das Projekt von der KTI, der Kommission für
Technologie und Innovation des Bundes. Sie unterstützt den Wissens- und
Technologietransfer zwischen Unternehmen und Hochschulen mit dem Ziel,
eine grösstmögliche Marktwirkung zu erlangen.
Simulation von MurgängenUm
Gefahrenzonenpläne für die Raumplanung zu erstellen, ist ein
Simulationsmodell für Murgänge unabdingbar. Es ermöglicht, Prognosen
über das Abflussverhalten, Wassertiefen und Geschwindigkeiten eines
Murgangs zu machen. Daraus lassen sich die wirkenden Kräfte auf Objekte berechnen. Das an der WSL entwickelte Modell für
Murgänge wird heute in der Praxis eingesetzt, zum Beispiel im Rahmen von Gefahrenanalysen. An Ergänzungen und Optimierungen wird ständig weiter gearbeitet.
Integrales Risikomanagement von MurgängenDie
WSL koordiniert das EU-Projekt IRASMOS, das Vorhersagbarkeit,
Massnahmen, Gefahrenkartierung und mögliche Schäden von
Naturereignissen wie Murgängen, Bergstürzen und Schneelawinen
untersucht. Ziel ist es, mit den vorhandenen Mitteln ein integrales
Risikomanagement durchzuführen. Wahrnehmung von NaturgefahrenWie
nimmt die Bevölkerung Naturgefahren wahr, unter anderem Murgänge? Wie
gehen Einheimische mit der lauernden Gefahr um? Der Bericht über einen
workshop mit Bewohnerinnen und Bewohnern in Stilfs geht auf diese
Fragen ein.
Datenbank UnwetterschädenUnwetter
richten in der Schweiz Schäden von rund 215 Mio. Franken pro Jahr an.
Diese Schäden werden aufgrund von Zeitungsmeldungen systematisch
erfasst und analysiert. Auf diese Weise ist eine Datenbank entstanden,
der schweizweit rund 15'000 Hochwasser-, Murgang- und
Rutschungsereignisse enthält. Die Datenbank dient zum Beispiel zum
Erstellen von Ereigniskatastern für Gemeinden. Produkte und ausgewählte Publikationen
Beteiligte ForschungseinheitenGebirgshydrologie und Massenbewegungen |