|
Biodiversität
Landschaftsentwicklung
Management von Naturgefahren
Nachhaltige Ressourcennutzung
Waldökosysteme
Forschungseinheiten
Forschungsprogramme
Im Fokus
Mitarbeitende
Organisation
Aufgaben
Geschichte
Jobs und Karriere
Kontakt und Anfahrt
news
---- Erfasste Ereignisse Monitoringstation Dorfbach, Randa: 3.6.2012 21 h 2.7.2012 04 - 21 h! 12.8.2012 01 h (nur oben) 17.8.2012 17 h ----
25.04.2013, cg
Gefahrenkartierung Mattertal VS: Grundlagenbeschaffung und numerische Modellierung von MurgängenDas Auftauen des Permafrostes im hochalpinen Gelände führt zu einer Abnahme der Kohäsion (Zusammenhangskraft) in alpinen Hängen. Dadurch entsteht in der Auftauschicht zusätzliches Lockermaterial. Dieses wird durch Erosionsprozesse in die Gerinne transportiert und kann zum Beispiel bei Starkniederschlägen zum Ausgangsmaterial für katastrophale Murgangereignisse werden. Siedlungsgebiete und Verkehrswege in den Alpentälern sind dadurch mit einer sich verändernden Gefahrenlage konfrontiert. Instabile Hänge im MattertalAktuelle Beobachtungen zeigen, dass tauender Permafrost
und kollabierende Stirnpartien von rasch bewegenden Blockgletschern im Mattertal zu instabilen Hängen
führen. Entsprechend viel Lockermaterial wird dort verlagert und Hang- und
Gerinnetopographie verändern sich ständig und beträchtlich.
Abb. 1: Rückgang des Permafrosts führt vermehrt zu lockerem Gesteinsmaterial. Angewandtes ForschungsprojektBereits sind Forschungsaktivitäten von verschiedenen Gruppen im Mattertal im Gang. Im Auftrag des Kanton Wallis führt die WSL ein angewandtes Forschungsprojekt durch, um Murgangereignisse zu modellieren und die Gerinne zu überwachen. Dabei spielt das von der WSL entwickelte numerische Massenbewegungsmodell RAMMS (rapid mass movements simulation) eine wichtige Rolle. Die aus den Modellierungen gewonnen Erkenntnisse über die Gefahrenzonen werden für die Planung zukünftiger Schutzmassnahmen im Mattertal eingesetzt.
DatengrundlagenDigitale Geländemodelle bilden die Grundlage für die RAMMS-Simulationen von gravitativen Massenbewegungen (Lawinen, Murgänge und Steinschlag) und für die Beurteilung von Geländeveränderungen. Bis heute stehen für die Untersuchung der von Alpinen Naturgefahren gefährdeten Gebiete (über 2000 m ü.M.) in der Schweiz keine hochaufgelösten Geländemodelle zur Verfügung. Deshalb prüfen wir verschiedene Verfahren und die daraus resultierenden Geländedaten auf ihre Eignung für die Weiterverwendung in der Gefahrenanalyse.
Abb. 4: Automatische Murgangbeobachtungsstation am Dorfbach (links) und hochaufgelöster Geländeausschnitt generiert mit Airborne Laserscanning. Numerische Modellierung und GefahrenkartierungDie Szenarienberechnungen aus den numerischen Simulationen mit RAMMS bilden eine der Grundlagen für die Gefahrenkartierung. Die ermittelten Intensitäten und resultierenden Ausbruchstellen und Fliesswege geben wichtige Hinweise für die Zonierung der verschiedenen Gefahrenstufen. Diese Informationen werden mit der Geländebeurteilung unter Einbezug der stummen Zeugen, sowie den Chronikdaten zu einer Gefahrenkarte Murgang verarbeitet. Aus ihr lassen sich Schutzdefizite ableiten und Massnahmen planen. Auftraggeber
Kontakt |