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news box2012 events in Riascio, Illgraben und Dorfbach -> Daten und Bilder folgen
. ************************** 2011 11.9.2011 event in Riascio 19.7.2011 event in Illgraben 13.7.2011 events in Illgraben und Riascio 29.6.2011: event in Illgraben 22.6.2011: event in Riascio 18.6.2011: event in Riascio 4.6.2011: event in Dorfbach 31.5.2011: event in Illgraben 22.07.2010: event in Illgraben Juni 2010: events in Riascio 02.05.2010: event in Riascio 09.08.2009: event in Illgraben
event in Illgraben 17.7.2009: event in Illgraben
6.6.2009: debris flows in Preonzo
Feldbeobachtungen und Datenerhebung
In Wildbachgerinnen treten bei Unwetterereignissen häufig Sedimenttransport und Murgänge auf. Diese Prozesse können zu grossen Schäden führen, sei es durch Geschiebeablagerungen und Übermurungen auf dem Wildbachkegel, sei es durch Geschiebeüberlastung und Aufstau des VorflutersZur Übertragung der Resultate aus Laborversuchen in die Natur existieren in der Reinwasserhydraulik bekannte Ähnlichkeitsgesetze und dimensionslose Parameter, welche zu berücksichtigen sind. Bei den Murgängen ist das Materialverhalten viel komplexer als bei Reinwasserabflüssen, weshalb bei den Ähnlichkeitsgesetzen gewisse Unsicherheiten bestehen, die nur durch Messungen sowohl im Labor als auch in der Natur geklärt werden können. Schwierigkeiten ergeben sich insbesondere aufgrund der sehr breiten Kornverteilung des fliessenden Materials und den nur unzulänglich messbaren rheologischen Eigenschaften des Murganggemisches. Ein ähnliches Problem besteht auch bei der Anwendung von numerischen Simulationsmodellen: Eine direkte Messung dieser Materialparameter ist äusserst aufwändig und nur für bestimmte Ansätze möglich. Daher müssen die Messungen im physikalischen Modell sowie die Berechnungen mit numerischen Simulationsmodellen durch direkte, automatische Messungen in der Natur sinnvoll ergänzt werden. Die umfangreichsten Feldbeobachtungen von ablaufenden Murgängen wurden früher vor allem in Japan und in China durchgeführt. Leider ist nur ein kleiner Teil der Forschungsergebnisse direkt auf schweizerische und alpine Verhältnisse übertragbar, weil die Korngrössenzusammensetzungen der Murgangmaterialien unterschiedlich sind. So treten z.B. im Jiangjia Gully (Provinz Yunnan, China) vor allem feinkörnige, schlammstromartige Murgänge auf. Von besonderem Interesse sind die Aufzeichnungen von mehreren Ereignissen am Mount Yakedake in Japan. Bei diesen weisen sowohl die Kornverteilung als auch die topographischen Verhältnisse Ähnlichkeiten mit den typischen Eigenschaften von Murgängen in den Alpen auf. Seit einigen Jahren existieren auch in Italien automatische Stationen zur Murgang-Beobachtung. Zahlreiche Ereignisbeschreibungen in der Fachliteratur eignen sich wegen der meist nur groben Angaben zu Fliesshöhen und -geschwindigkeiten lediglich bedingt zur Validierung von Modellansätzen oder zur Überprüfung von Erkenntnissen aus dem Labor. Es besteht deshalb weltweit ein erheblicher Bedarf an genauen Daten über die Eigenschaften und das Fliessverhalten von Murgängen aus Naturmessungen. Die automatischen Beobachtungsstationen sind mit folgenden Messgeräten und Installationen ausgerüstet:
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