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2012

events in Riascio, Illgraben und Dorfbach

-> Daten und Bilder folgen

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2011

11.9.2011

event in Riascio

1006_riascio

19.7.2011

event in Illgraben

Illgraben 19.7.2011

13.7.2011

events in Illgraben und Riascio

Riascio 13.7.2011

29.6.2011:

event in Illgraben

Murgang Illgraben 29.6.2011

22.6.2011:

event in Riascio

Riascio_110622

18.6.2011:

event in Riascio

Riascio_110618

4.6.2011:

event in Dorfbach

Monitoringstation Dorfbach unten 4.6.2011

31.5.2011:

event in Illgraben

Illgraben - Murgang vom 31.5.2011 (c) WSL

22.07.2010:

event in Illgraben

Illgraben - Murgang vom 22.7.2010 (c) WSL

Juni 2010:

events in Riascio

1006_riascio

02.05.2010:

event in Riascio

Kegel und Mündung in den Vorfluter

09.08.2009:

event in Illgraben

Murgangfront Illgraben 9.8.2009


27.7.2009:

event in Illgraben

S27 Illgraben

17.7.2009:

event in Illgraben

090717_Illgraben

6.6.2009:

debris flows in Preonzo

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Murgangbeobachtungsstation Dorfbach, Randa (VS)

Lage der Beobachtungsstation Randa
 Dorfbach Randa im Mattertal (VS)
 
Hang Grabengufer Dorfbach, 31.8.2010
 Einzugsgebiet des Dorfbachs
 
Die übrigen Murgangbeobachtungsstationen:


Im Dorfbach trat in der Periode 1991 bis 1996 im Durchschnitt mindestens ein Murgang pro Jahr auf. Im Vergleich zu früher zeigt sich eine Häufung der Murgangereignisse gegen Ende des Jahrhunderts, die mit dem Rückgang des Permafrostes in Zusammenhang stehen dürfte. Die Ereignishäufigkeit nahm in den vergangenen 10 Jahren stark ab und die wenigen Ereignisse waren klein. In den letzten Jahre ist die Ereignisfrequenz steigend, daher wurde im Rahmen eines Projekts zur Gefahrenkartierung im Mattertal eine neue automatische Murgangbeobachtungsstation eingerichtet (vgl. weiter unten).

Geologisch gesehen befindet sich das Einzugsgebiet im Kristallin. Im oberen Teil des Einzugsgebietes, welcher teilweise vergletschert ist, sind vor allem Gneisse vorhanden. Im Bereich der Anrisszonen ist ein Blockgletscher (Grabengufer) und Permafrost vorhanden. Die südliche Haupterosionsrinne verläuft in alten Moränenablagerungen. Bezüglich der Kornzusammensetzung des Murgangmaterials ist der Anteil an kohäsivem Feinmaterial gering. Die Gerinneverhältnisse im Dorfbach sind auf dem ganzen Fliessweg übersichtlich und erlauben eine gute Erfassung der geomorphologischen Veränderungen nach Murgangereignissen.

Ehemalige Murgangbeobachtungsstation (1995 - 2006)

  • 2006 wurde der Betrieb der Beobachtungsstation eingestellt und die Mess- und Beobachtungseinrichtungen wurden zurück gebaut. Das Einzugsgebiet des Dorfbachs bleibt aber im Fokus der Forschung, speziell im Hinblick auf die Auslösung von Murgängen in Zusammenhang mit dem Auftauen von Permafrost.

Die Videoanlage und ein Echolotsensor befanden sich in der Nähe der Murgangbremse (horizontaler Stahlrost, Murbrecher) auf Bachkote 1510 m ü.M.. Dies erlaubte eine Beobachtung des Fliessverhaltens einerseits im Bereich des Bauwerkes und andererseits im Gerinneabschnitt bis etwa 300 m bachaufwärts. Durch die Entwässerung des Murganges auf dem Stahlrost ändern sich die Reibungsparameter sehr rasch, und kleinere Ereignisse kommen zum Stoppen (Zimmermann, 1994). Diese Tatsache sowie das generelle Verhalten von Murschüben auf dem Geschieberost ist für die Interpretation von besonderem Interesse. Die Niederschlagswippe, mehrere Geophone und ein weiteres Echolot wurden verteilt auf rund 500 m weiter bachaufwärts installiert.

Die Station hat folgende Ereignisse aufgezeichnet:

  • 24. September 1993
  • 20. Juli 1994
  • 20. Juni 1995 - ca. 10'000 m3
  • 14. Juni 1996
  • 15. Juli 2001 - ca. 300 m3
  • 5. Juni 2002 - ca. 500 m3
  • 15. Juli 2002
  • 4. Oktober 2005
Randa vor einem Murgang Randa während eines Murgangs
Randa nach einem Murgang Dorfbach Randa: Vor (links oben), während (oben rechts) und nach (links unten) einem Murgangereignis.

Neue automatische Murgangbeobachtungsstation (2010 - 2013)

Im Rahmen eines neuen Projekts (Gefahrenkartierung Mattertal VS: Grundlagenbeschaffung für numerische Modellierung von Murgängen) wurde eine neue Station am Dorfbach geplant und erste Teil der Anlage im August 2010 auf dem Kegel aufgebaut. Eine weiter oben gelegene Station am aktiven Murganggerinne in der Transitstrecke konnte am 31. Mai 2011 in Betrieb genommen werden. Erfasst werden u.a. Abflusstiefe und Frontgeschwindigkeit.

Die Murgangaktivität hat sich seit dem Kollabieren der Blockgletscherfront mit intensiver Materiallieferung in die südliche Haupterosionsrinne am Grabengufer markant erhöht und soll mit der Anlage in Zukunft erfasst werden. 

2010 sind zwei Ereignisse bis auf den Kegel oder gar bis in den Vorfluter gelangt. Sie fanden jedoch vor Installation der Station statt (7.6.2010 und 14.8.2010). Im Hang unterhalb vom Grabengufer und bis in den Bereich oberhalb vom Kegelhals wurden Spuren von zahlreichen kleinen Murgängen beobachtet. Diese Aktivität dürfte sich auch im laufenden Jahr fortsetzen.

Die Station hat folgende Ereignisse aufgezeichnet:

  • 4.6.2011
  • 13.7.2011 (nur obere Station)
  • 3.6.2012
  • 2.7.2012
  • 12.8.2012 (nur obere Station)
  • 17.8.2012


Kegel und Einzugsgebiet Dorfbach Randa Gerinne Dorfbach Randa, 31.8.2010  
 Kegel und Einzugsgebiet des Dorfbachs aktive Murgangrinne im Dorfbach