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news box2012 events in Riascio, Illgraben und Dorfbach -> Daten und Bilder folgen
. ************************** 2011 11.9.2011 event in Riascio 19.7.2011 event in Illgraben 13.7.2011 events in Illgraben und Riascio 29.6.2011: event in Illgraben 22.6.2011: event in Riascio 18.6.2011: event in Riascio 4.6.2011: event in Dorfbach 31.5.2011: event in Illgraben 22.07.2010: event in Illgraben Juni 2010: events in Riascio 02.05.2010: event in Riascio 09.08.2009: event in Illgraben
event in Illgraben 17.7.2009: event in Illgraben
6.6.2009: debris flows in Preonzo
Murgangbeobachtungsstation Illbach, Susten-Leuk (VS)
Regelmässig auftretende Murgänge haben den Illgraben bekannt gemacht. Jedes Jahr kann mit einem oder mehreren Murschüben gerechnet werden. Somit weist der Illgraben unter den Schweizerischen Wildbächen die höchste Murgangaktivität auf und eignet sich sehr gut für die Beobachtung der Fliessdynamik. Geologisch gesehen ist der südliche Teil des Einzugsgebietes (am Illhorn) durch Quarzite geprägt. Am Gorwetschmassiv im nordwestlichen Teil sind Kalkgestein, Dolomit und Rauhwacke mit Gips- und Anhydritlinsen vorhanden. Die Bergsturzablagerungen (von 1961) aus diesem Gebiet bilden zur Zeit die wichtigste Geschiebequelle. Bei Niederschlägen vermischt sich das gelbliche Feinmaterial zu einer breiartigen Masse, in welcher grössere Kalksteine und Quarzitblöcke transportiert werden. Alle Messgeräte zur Beobachtung des Fliessverhaltens sind auf dem Murgangkegel angeordnet. Videokameras im unteren Teil des Kegels ermöglichen die Beobachtung der Murgänge im Gerinne. Weiter bachaufwärts befinden sich zwei Geophone, welche einerseits die Aufzeichnungen auslösen und andererseits zusammen mit den weiteren Geophonen wichtige Daten über das Fliessverhalten der Murgänge im Kegelgerinne und das Propagieren der Murgangfronten liefern. Die Abflusstiefe am oberen Videostandort wird mittels Echoloten und Radar gemessen. Zusätzlich sind unter der Kantonsstrassenbrücke auf Kote 632 m ü.M. ein Radarmessgerät, ein Laser sowie weitere Geophone installiert. Obwohl der Standort des Radars und des Lasers durch die künstliche Gerinneverengung im Bereich der Brückenfundamente hydraulisch gesehen nicht ideal ist, liefern die Messungen wichtige Informationen über die Abflusstiefen und die Form der Murgangwellen. Am selben Standort misst eine Murgangwaage, welche in der Sperre unter der Kantonsstrassenbrücke eingebaut ist, seit dem Winter 2003/4 das Gewicht der vorbeifliessenden Murgänge. Durch den Einbezug von Messungen der Abflusstiefe und Fliessgeschwindigkeit kann auf die Dichte des Gemisches aus Wasser und Gestein zurück geschlossen werden. Wenig oberhalb der Brücke befindet sich eine seitliche Messeinrichtung, wo Kräfte sowie ein vertikales Geschwindigkeitsprofil erfasst werden. Drei Niederschlagswippen sind im oberen Teil des Einzugsgebietes installiert. Sie liefern wichtige Informationen zum Niederschlagsgeschehen im Einzugsgebiet, welches als Auslöser von Murgängen agieren kann. Weitere Messgeräte im Gerinne detektieren das Auftreten von Murgängen. Diese Messeinrichtungen gehören zum Projekt Notfallkonzept Illgraben und laufen parallel zum wisschenschaftlichen Monitoringsystem. Links
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