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Wildbäche

Dr. Alexandre Badoux

Fangkörbe

Die Forschungsgruppe «Wildbäche, Erosion und Hangrutschungen» erforscht Gerinneprozesse und Wechselwirkungen zwischen steilen Gerinnen und den seitlichen Einhängen in Wildbacheinzugsgebieten. Das Hauptaugenmerk der ganzheitlichen Prozessbetrachtungen liegt bei Geschiebentstehung und Geschiebetransport, Schwemmholzentstehung und Schwemmholztransport sowie bei Oberflächenerosion und oberflächennahen Rutschungen. Die Prozessananlysen liefern die zur Gefahrenbeurteilung und Schutzmassnahmenplanung erforderlichen Grundlagen. Einen wichtigen Forschungsaspekt bilden zudem ingenieurbiologische und kombinierte technisch-biologische Schutzmassnahmen. In diesem Zusammenhang steht die Modellierung und Quantifizierung von Vegetationswirkungen auf gefährliche Prozesse im Vordergrund. Die Analysen basieren auf Datenerhebungen und Versuchen im Feld und im Labor sowie auf rechnerischen Modellen. Neben den Messstationen im Feld (z. B. Alptal) werden ausgewählte Versuchsflächen untersucht.

Die Ergebnisse dieser Gruppe bilden Grundlagen für verbesserte Ansätze zur Gefahrenbeurteilung und zur Planung von Schutzmassnahmen. Die Ansätze zur Modellierung und Quantifizierung von Vegetationswirkungen sollen insbesondere auch den Einsatz umweltverträglicher, langfristig stabiler Schutzmassnahmen fördern.

Die Forschungsgruppe beteiligt sich an Projekten und Programmen der WSL sowie an nationalen und internationalen Forschungsprojekten (mehr Informationen). Sie engagiert sich in der Lehre und pflegt enge Kontakte zur Naturgefahrenpraxis.

Forschungsschwerpunkte

Aussenstelle Sion

Mit dem Zweck die Naturgefahrenforschung im Kanton Wallis zu intensivieren und damit die Anliegen des Kanton Wallis besser bearbeiten zu können, unterhält das WSL/SLF seit 1995 eine Aussenstelle in Sion. Seit mehreren Jahren werden neben der Lawinenforschung (Vallée de la Sionne) auch Sommernaturgefahren bearbeitet.
Kontakt: Mélanie Raymond, Alexandre Badoux

 

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