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HYDRALP

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Der Baltschiederbach beim Standort Tuntschetta (Foto: A. Badoux, WSL)

Ausgangslage

Mit dem Zweck die Naturgefahrenforschung im Kanton Wallis zu intensivieren, startete der Rat der Eidg. Technischen Hochschulen (ETH-Rat) und der Kanton Wallis im Frühjahr 2002 das Projekt HYDRALP. Im Rahmen dieses Projektes arbeiten die Eidg. Forschungsanstalt WSL und die Dienststelle für Strassen- und Flussbau des Kantones Wallis (DSFB) als Partnerinstitutionen gemeinsam an der Verbesserung der Kenntnisse zu geschiebeführenden Hochwasserprozessen (fluvialer Sedimenttransport und Murgänge) in Wildbächen und Gebirgsflüssen.

Geschiebetransport

Die Quantifizierung von Geschieberaten, Ereignisvolumen und die Bestimmung des zeitlichen Auftretens stellt eine der zentralen Herausforderungen in der Geschiebe­transportforschung dar.

Um in diesem Themenbereich Fortschritte zu erzielen, wurden im Rahmen des Projektes HYDRALP Geophonsensoren zur Quantifizierung des Feststofftransportes in zwei Walliser Wildbächen geplant und installiert. Die Messanlagen sollen u.a. bei extremen Hochwassern mit zu starkem Geschiebetransport zur Verhinderung von Schäden Alarm auslösen. Solche indirekte Messungen des in einem Einzugsgebiet anfallenden Geschiebes sind höchst nützlich, leider aber noch immer wenig verbreitet. Daher plant die WSL auch in Zukunft die Installation zusätzlicher Geophonanlagen. (Forschungsgruppe Wildbäche, Erosion und Hangrutschungen)

Die Sammlung von Informationen und Dokumentationen zu Unwetterereignissen in Walliser Wildbächen und Gebirgsflüssen gehört ebenfalls zu den Tätigkeitsbereichen von HYDRALP. Diese Informationen dienen sowohl der Forschung wie der Praxis.

Murgangforschung

In den Alpen stellen Murgänge ein bedeutendes Gefahrenpotential dar. Murgangereignisse ereignen sich häufig im Zusammenhang mit extremen Niederschlagsverhältnissen und können auf überbauten Wildbachkegeln zu beträchtlichen Schäden führen. Im Rahmen des Projektes HYDRALP wird der WSL-Forschungsbereich der Feldbeobachtungen und -datenerhebung unterstützt. Unter anderem untersuchen wir den Zusammenhang zwischen auftretenden Murgangereignissen und den Eigenschaften des auslösenden Niederschlags. (Forschungsgruppe Murgänge)

Zusammenarbeiten

Im Rahmen von HYDRALP arbeiten wir in diversen weiteren Projekten mit:

Projektmitarbeitende

  • Mélanie Raymond Pralong
  • François Dufour
  • Alexandre Badoux

Kontaktperson