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Flachgründige Rutschungen und Hangmuren
Analyse von UnwetterereignissenBei Starkniederschlägen entstehen in den betroffenen Gebieten oft zahlreiche flachgründige Rutschungen und Hangmuren. Durch ihr plötzliches Auftreten, die begrenzten Prognosemöglichkeiten und den oft raschen Materialabfluss stellen sie ein erhebliches Gefährdungspotential dar. Unwetter mit vielen flachgründigen Rutschungen bieten Gelegenheit, die Prozesskenntnisse und die Grundlagen hinsichtlich Gefahrenkartierung zu verbessern. Zu diesem Zweck wird in den betroffenen Regionen jeweils ein Untersuchungsperimeter bestimmt. Innerhalb dieses Gebietes werden alle Rutschungen mit einem Volumen von mehr als 30 Kubikmetern erfasst. Dabei werden zahlreiche Parameter wie Ausmass der Rutschung, Topographie und Standortsverhältnisse, Vegetation und Nutzung sowie Rutschmechanismus und Ablauf der Hangmuren beschrieben. Diese Angaben werden in Datenbanken erfasst und statistisch ausgewertet. Bisher wurden durch die WSL in folgenden Gebieten Erhebungen zu flachgründigen Rutschungen und Hangmuren durchgeführt:
Datenbank Eine Datenbank mit möglichst vielen ausführlich
beschriebenen Ereignissen leistet einen wesentlichen Beitrag zum besseren
Umgang mit flachgründigen Rutschungen und Hangmuren. Deshalb werden in
Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt BAFU, Abteilung Gefahrenprävention, die Unwetteranalysen der WSL
und weitere Ereignisse aus verschiedenen Kantonen in einer Datenbank zusammengetragen. Diese soll
den verschiedenen Nutzern aus Forschung und Praxis zur Verfügung stehen, zum
Beispiel als Grundlage für die Erstellung von Gefahrengutachten und
Gefahrenkarten (Projekt "Datenbank flachgründige Rutschungen und Hangmuren") Quantifizierung von VegetationswirkungenZum Schutz vor Erosion und flachgründigen Rutschungen kommen an steilen Hängen oft Pflanzen zum Einsatz. Die exakte Bewertung der Vegetationswirkungen ist jedoch immer noch schwierig. In diesem Zusammenhang wurde deshalb kürzlich ein Apparat für die Prüfung von bepflanzten und unbepflanzten Böden mit Dierekt-Scherversuchen entwickelt. Damit können grosse Bodenproben bis maximal 50 x 50 x 40 cm geprüft werden. Um die natürlichen Verhältnisse an Hängen optimal abzubilden, sind Scherversuche bei Neigungen bis 45° möglich. Durch die im Vergleich zu traditionellen Versuchsanlafgen wesentlich grösseren Abmessungen der Prüfkörper werden einerseits präzisere Aussagen zum Beitrag der Pflanzen auf die Scherfestigkeit des Bodens möglich. Andererseits können mit dem Apparat auch grundlegende Fragen zur Extrapolation von Laborergebnissen auf natürliche Hänge bearbeitet werden (siehe Projekt „Pflanzen stabilisieren Hänge“).
Publikationen
Beteiligte
Links
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