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Flachgründige Rutschungen und Hangmuren
Analyse von UnwetterereignissenBei Starkniederschlägen entstehen in den betroffenen Gebieten oft zahlreiche flachgründige Rutschungen und Hangmuren. Durch ihr plötzliches Auftreten, die limitierten Prognosemöglichkeiten und den oft raschen Materialabfluss stellen sie ein erhebliches Gefährdungspotential dar. Unwetter mit vielen flachgründigen Rutschungen bieten Gelegenheit, die Prozesskenntnisse und die Grundlagen hinsichtlich Gefahrenkartierung zu verbessern. In den betroffenen Regionen wird zu diesem Zweck jeweils ein Untersuchungsperimeter bestimmt. Innerhalb dieses Gebietes werden alle Rutschungen mit einem Volumen von mindestens 30 Kubikmetern dokumentiert mittels Erfassung von zahlreichen Parametern:
Bislang wurden durch die WSL in folgenden Gebieten Erhebungen zu flachgründigen Rutschungen und Hangmuren durchgeführt:
Quantifizierung von VegetationswirkungenZum Schutz vor Erosion und flachgründigen Rutschungen kommen an steilen Hängen Pflanzen verbreitet zum Einsatz. Zur exakten Bewertung der Vegetationswirkungen bestehen jedoch immer noch erhebliche Wissenslücken. Deshalb wurde kürzlich ein neuer Scherapparat für die Prüfung von bepflanzten und unbepflanzten Böden entwickelt. Damit können grosse Bodenproben bis maximal 50 x 50 x 40 cm geprüft werden. Um die natürlichen Verhältnisse an Hängen optimal zu berücksichtigen, sind Scherversuche bei Neigungen bis 45° möglich. Durch die grossen Abmessungen der Prüfkörper werden einerseits präzisere Aussagen zum Beitrag der Pflanzen auf die Scherfestigkeit des Bodens möglich. Andererseits können mit dem Apparat auch grundlegende Fragen zur Extrapolation von Laborergebnissen auf natürliche Hänge bearbeitet werden. Publikationen
Beteiligte
Konakt |