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SNF Projekt: Sedimenttransport in steilen Gerinnen
Hintergrund und ZielsetzungDie genaue Vorhersage von Geschiebetransport ist wichtig für die Einschätzung von Naturgefahrenpotential und im Wasserbau. Das Hauptziel dieses Projektes ist es, das Verständnis der Geschiebeprozesse durch genaue Feldbeobachtungen zu verbessern. Seit gut 20 Jahren werden im Erlenbach kontinuierliche Abfluss- und Geschiebemessungen durchgeführt. Dazu werden zum Einen die Ablagerungen im Geschiebesammler regelmässig vermessen, zum Anderen werden mit Geophonsensoren die akustischen Signale der sich bewegenden Steine aufgezeichnet und ausgewertet. Vor kurzem wurde die Geschiebemessanlage im Erlenbach ausgebaut. Dabei geht es hauptsächlich um die zwei folgenden Ziele: Verbesserung der Interpretation der indirekten Geschiebemessmethodik mit Geophonsensoren, sowie Verbesserung der Beobachtungen für Prozessuntersuchungen zum Geschiebetransport in Wildbächen. Kurzbeschreibung der neuen MessanlageKern des Ausbaus der Geschiebemessanlage Erlenbach ist die Installation von Geschiebefangkörben unterhalb der grossen Wildbachsperre beim Einlauf in das Geschieberückhaltebecken. Die Geschiebefangkörbe sind auf einer Tragschiene unter der Sperre fahrbar gelagert und können mit einem Windenantrieb seitlich verschoben werden. Der Einbau des ersten Fangkorbes erfolgte im Herbst 2008. Ein Kran bei der Arbeitsplattform auf der linken Seite der Sperre dient dazu, die Geschiebefangkörbe mit Probenmengen von ca. 50 bis 200 kg in den Arbeitsbereich neben der Sperre hochzuheben. Dort wird die Korngrössenzusammensetzung der Materialproben mit einer mobilen Siebanlage analysiert. Mit den Geschiebefangkörben können in Abhängigkeit des Abflusses und des Geschiebetransportes zeitlich gezielt Proben des transportierten Geschiebes genommen werden. Die erweiterte Messanlage bietet den Vorteil, dass über kurze Messintervalle ein genauer Vergleich des Geophonsignales mit den beobachteten Geschiebemengen und der detaillierten Korngrössenverteilung gemacht werden kann.
Zur Verbesserung der Eichbeziehungen der Geophonmessanlage und zur Weiterentwicklung dieser Messtechnik wird in Zukunft das volle Geophonsignal mit einer relativ hohen Abtastfrequenz (z.B. 10 kHz) aufgezeichnet. Dazu sowie zur automatischen Steuerung der Anlage wird ein Messcomputer mit Datenerfassung benötigt. Damit die Geschiebefangkörbe nach dem Auffangen der gewünschten Materialmenge verschoben werden können, werden bei der Tragkonstruktion Wägezellen eingebaut. Zur qualitativen Beurteilung der eigentlichen Messung und zur Erfassung allfälliger Störeinflüsse wird der Bereich der Sperre mit einer Videokamera überwacht. Einbettung in laufende und geplante Projekte, Bedeutung der GeschiebemessungenIm Rahmen des Projektes werden die detaillierten Messungen im Erlenbach mit weiteren Geophonmessungen von anderen Standorten verglichen. Dazu gehören der Fischbach und der Ruetz in Österreich und der Riedbach im Kanton Wallis, Schweiz, wo seit 2008 Messungen durchgeführt werden. Zusätzlich werden Geophonsensoren im Nahal Eshtemoa in Israel eingebaut, wo langjährige direkte Geschiebemessung eine genaue Eichung der Instrumente ermöglichen. LinksProjektmitarbeitende
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