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Vegetationswirkungen und RutschungenProblemstellung und Zielsetzung
Während eines Starkniederschlages ereigneten sich am 15. August 1997 in Sachseln, Kanton Obwalden, auf einer Fläche von ungefähr 20 km2 gegen 500 oberflächennahe Rutschungen. Anhand dieses Unwetterereignisses wurden im Rahmen eines Forschungsprojektes die Ursachen der Rutschauslösung und damit auch die Auswirkungen unterschiedlicher Wald- und Landnutzungsformen untersucht. MethodenZunächst wurde ein Untersuchungsperimeter definiert, welcher vier hydrologische Einzugsgebiete mit einer Fläche von insgesamt 8.2 km2 umfasst. Innerhalb dieses Gebietes wurden alle Rutschungen mit einem Volumen von mindestens 20 m3 dokumentiert. Im Rahmen einer Feldbegehung wurde bei 280 Rutschungen eine grosse Anzahl verschiedener Parameter erfasst. Dazu gehörten beispielsweise der Zustand und die Bewirtschaftung der Pflanzendecke, die Eigenschaften des Bodens, des Locker- und Festgesteins, die Neigungsverhältnisse sowie Aspekte der Geomorphologie. Für das Untersuchungsgebiet wurden zudem flächenhafte Daten zusammengetragen und in einem geographischen Informationssystem bearbeitet. ErgebnisseDie Auswertungen zeigten unter anderem, dass bei vergleichbaren Standorten, insbesondere bezüglich Hangneigung und Höhenlage, im Wald insgesamt geringere Volumen in Bewegung geraten sind. Zudem konnte ein Einfluss des Waldzustandes auf die Rutschaktivität festgestellt werden. In Wäldern mit wenig Lücken, standortsgemässen Baumarten und einer vielfältigen Struktur entstanden kaum Rutschungen. Deutlich mehr Rutschungen pro Flächeneinheit ereigneten sich in Wäldern, die sich in schlechterem Zustand befanden, also beispielsweise viele Lücken aufwiesen. Sehr viele Rutschungen entstanden schliesslich in Wäldern, die durch Sturm oder Borkenkäfer stark geschädigt waren. Mit Hilfe von waldbaulichen Massnahmen anzustreben sind deshalb Bestände mit nachhaltig möglichst stabilem Bestandesaufbau, standortsgemässer Baumartenverteilung sowie ausreichenden Verjüngungsansätzen. Publikationen
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