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Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL
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Projektdauer: 2008 - 2011
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Landnutzungskonflikte
Räumliche Modellierung von Landschaftstleistungen auf der Basis von Landnutzungskonflikten
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Ziel der Studie
Landnutzungskonflikte werden durch vielschichtige Interaktionen
der sozialen, ökonomischen und ökologischen Ebenen ausgelöst. Sie sind daher durch
ein hohes Mass an Komplexität gekennzeichnet. Aktuelle Publikationen thematisieren
Landnutzungskonflikte zudem als Manifestation
von sich negativ beeinflussenden Landschaftsleistungen. Die Studie strebt zunächst eine Reduktion der Komplexität von Landnutzungskonflikten an. Anschliessend soll die Hypothese der konfligierenden Landschaftsleistungen anhand von Fallbeispielen überprüft werden.
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Forschungsfragen
- Können die Konflikte im Untersuchungsgebiet
zu einer begrenzten Anzahl von in sich weitgehend homogenen Konflikttypen zusammengefasst werden?
- Können Konflikttyp-spezifische sozioökonomische und biophysikalische Variablen
identifiziert werden, mit denen sich die einzelnen Konflikttypen beschreiben und
statistisch signifikant voneinander unterscheiden lassen?
- Können aufgrund der vorherigen Resultate konfligierende Landschaftsleistungen geographisch verortet werden?
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Erwartete
Resultate
Die Studie soll neue Ansätze für die wissenschaftliche
Landschaftsplanung sowie das angewandte Land Management liefern. Im Detail wird erwartet,
dass die Studie
- neue Methoden für das räumlich explizite Modellieren von
Landschaftsleistungen liefert und
- neue Methoden für das Modellieren des
Konfliktpotentials auf lokaler und regional Ebene offenlegt.
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Methoden
Es kommen
Methoden der empirischen Sozialforschung (Medien-Inhaltsanalyse), multivariate
Statistik (Cluster-Analyse) und Geoinformatik (Nachbarschaftsanalysen,
Geographische Regression) zum Einsatz.
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Untersuchungsgebiet
Der Fokus der Studie liegt auf Landnutzungskonflikten
des peri-urbanen Raums. Als Untersuchungsgebiet wurden 29 zusammenhängende Gemeinden
des Kantons Aargau ausgewählt. Der Aargau liegt zwischen den grossen urbanen
Polen (Bern, Basel, Zürich) der Deutsch-Schweiz. Das mit dieser zentralen Lage
einhergehende hohe Pendleraufkommen beschert dem Untersuchungsgebiet typisch peri-urbane Eigenschaften. Das Untersuchungsgebiet umfasst die 6 Distrikte Aarau, Gösgen, Kulm,
Lenzburg, Olten und Zofingen. Die Auswahl der Distrikte wurde im Wesentlichen
durch die verwendeten Datenquelle bestimmt.
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Daten
Berichte zu Landnutzungskonflikten in der Regionalausgabe
der Aargauer Zeitung stellen die primäre Datenquelle dar. Diese Konflikt-„Rohdaten“
werden im weiteren Verlauf der Studie mit Sekundär-Daten wie
Experteninterviews, Zensusdaten, topographischen Daten, sowie nationalen und
regionalen statistischen Datenbanken ergänzt.
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Vorläufige Ergebnisse
(Stand: Frühjahr 2010)
Alle Ausgaben der
Regionalzeitung von September 2006 bis September 2009 wurden einer
Medien-Inhaltsanalyse unterzogen. Es konnten 164 verschiedene Landnutzungskonflikte
identifiziert werden. Eine erste Analyse der Konflikt-Daten beweist in der Tat eine
hohe Komplexität der jeweiligen Konflikte sowie eine hohe Variabilität der Konflikte
untereinander. Mittels multivariater statistischer Analyse wurden 6
peri-urbane Konflikttypen identifiziert:
- ‚Gesundheitsgefährdung‘
- ‚Beeinträchtigung von Landschafts- und Ortsbild‘
- ‚Lärmbelästigung‘
- ‚Heimatschutz/Denkmalpflege‘
- ‚Naturschutz‘
- ‚Identitätsverlust am Wohnort‘
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Projekt-Partner
ETH Zürich
Prof. Dr. Adrienne Grêt-Regamey
Planning of Landscape and Urban Systems (PLUS) Research Unit
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Links
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| Stichworte: |
Landnutzungskonflikte, Raumplanung, Konfliktforschung, Landschaftsleistungen, Landschaftsfunktionen, räumliches Modellieren, Risiko-Abschätzung, Risiko-Kartierung |
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