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Driving forces der Landschaftsveränderung im Limmattal 1930-2000In diesem Projekt werden die Kräfte identifiziert, die das Limmattal zwischen 1930 und 2000 von einer agrarischen Landschaft in eine periubane Region verwandelt haben. Für fünf Gemeinden haben wir mittels Kartenvergleich 2746 Landschaftsveränderungen erhoben und anschliessend mit verschiedensten driving forces verbunden. Die aggregierten Daten erlaubten uns, den Beitrag von verschiedenen Gruppen von driving forces und die Wichtigkeit von administrativen Ebenen abzuschätzen. Dieser quantitative Ansatz ist auch eine methodischer Beitrag zur land change research.
Limmattal (Foto Anna M. Hersperger, WSL) Über die letzten Jahrzehnte hat sich die traditionelle Kulturlandschaft des Schweizer Mittellandes in Folge von Siedlungsentwicklung und agrarischer Modernisierung sehr stark verändert. In diesem Projekt werden die treibenden Kräfte der Siedlungsentwicklung, agrarischen Intensivierung und Ökologisierung in fünf Gemeinden des Limmattals im Einzugsbereich von Zürich analysiert. Die Untersuchung verfolgt folgende Ziele: (1) die Quantifizierung der Veränderung, (2) die Bestimmung der massgebenden treibenden Kräfte, (3) die Quantifizierung des Beitrags der ökonomische, politischen, kulturellen, technologischen und natürlichen treibenden Kräfte, und (4) die Bestimmung der massgebenden administrativen Ebenen (lokal, kantonal, national, international). METHODEDie fünf Gemeinden Dietikon, Geroldswil, Oetwil a. d. L., Spreitenbach und Würenlos wurden untersucht. Das Untersuchungsgebiet ist etwa 13 km vom Zentrum von Zürich entfernt, erstreckt sich über 31.6 km2 und hat ungefähr 42 300 Einwohner (Volkszählung 2000). Im Jahr 1930 waren vier der fünf Gemeinden sehr ländlich und nur Dietikon hatte etwas Industrie. Seit dann hat sich das Untersuchungsgebiet und das Schweizer Mittelland im Allgemeinen durch die drei Prozesse Siedlungsentwicklung, agrarische Intensivierung und Ökologisierung stark verändert. Die Veränderungen für die Perioden 1930–1956, 1957–1976, and 1977–2000 wurden mittels Kartenvergleich (Landeskarte 1:25000) erhoben. Mittels Dokumentenanalyse wurde eine Liste von 73 potentiellen treibenden Kräften erstellt. Auf Grund von weitern Dokumentenanalysen und Experteninterviews wurden die treibenden Kräfte den Veränderungen zugeordnet. Dabei stellte sich heraus, dass 52 der 73 driving forces im Untersuchungsgebiet wirksam gewesen waren. RESULTATEWährend allen drei Perioden war die Sielungsentwicklung der wichtigste Prozess. Die Ökologisierung wurde immer wichtiger und überholte die agrarische Intensivierung in der letzten Periode. Insgesamt und für den Prozess der Siedlungsentwicklung waren die ökonomischen Kräfte vor den politischen am wichtigsten. Die Kantonalen Kräfte waren vor den nationalen, den lokalen und den Internationalen am wichtigsten. Für die zukünftige Gestaltung der Landschaft sind die politischen Kräfte besonders interessant Sie trugen zu 26% zur Landschaftsveränderung bei. Landschaftsveränderungen wie neue Strassen und Gebäude, Veränderung des land- und forstwirtschaftlichen Strassennetzes, der Verlust von Elementen der traditionellen Kulturlandschaft sowie neue Einzelbäume wurden mit politischen treibenden Kräften in Verbindung gebracht. Obwohl 18 verschiedene politische Kräfte die Landschaft veränderten sind in den meisten Fällen einige wenige wichtig um die Landschaftsveränderung zu verstehen und zu steuern. Wichtigste PublikationenHersperger, A. M. and M. Bürgi. In press. How do policies shape landscapes? Landscape change and its political driving forces in the Limmat Valley, Switzerland 1930-2000. Landscape Research. Hersperger, A. M. and M. Bürgi. 2009. Going beyond landscape change description: quantifying the importance of driving forces of landscape change in a Central Europe case study. Land Use Policy 26: 640-648.
Hersperger, A., 2008: Wie verändert die Politik die Landschaft? Landschaftsveränderungen und ihre politischen Ursachen im Limmattal 1930-2000. [Abstract] Ballungsräume für Mensch und Natur. Forum für Wissen 2008: 76. Hersperger, A. M. and Bürgi M. 2007. Driving forces of landscape change 1930-2000 in the urbanizing Limmat Valley, Switzerland. In Modelling land use change. Koomen E., Bakema A., Stillwell, J. Scholten H. (eds.) pp. 45-60. Springer. asdfasdfa
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