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Projektdauer: 2001 - 2004

Angewandte Fernerkundung: BIOASSESS

Projektinhalt

Potentielle Hotspots von Flechten
Potentielle Hotspots von Flechten
Beide Abbildungen bilden den gleichen Landschaftsausschnitt ab. Die Karte unten zeigt die berechnete Anzahl Arten pro Pixel. Hotspots (dunklere Flächen) sind im offenen Gelände anzutreffen; Flächen mit einer kleineren Artenanzahl sind hell eingefärbt.

Das EU-Projekt BIOASSESS (Biodiversity Assessment Tools Project) verfolgt zwei Hauptziele:

  1. Entwicklung von geeigneten Instrumenten, um die Wirkung von Strategien zum Biodiveritätsschutz zu bewerten und
  2. den Einfluss von Landnutzungsveränderungen auf die Biodiversität zwischen den biogeographischen Regionen Europas zu untersuchen.


Die Fernerkundung bietet hierzu die Möglichkeit Momentaufnahmen der jeweiligen Situation der Landschaft zu liefern. Die gewonnenen Daten werden mit Hilfe eines GIS miteinander verknüpft. Gesamteuropäisch sind IRS 1C- und Landsat 7-Daten verwendet worden. Beim Entwickeln der Methodik wird dabei darauf geachtet, dass später auch Vergleiche zwischen den einzelnen Ländern gemacht werden können. Für jedes Land wurden 6 Mini-Untersuchungsgebiete (sog. LUUs = Landuse Units) von je 1x1km Grösse nach gewissen Kriterien der Landnutzung (extensiv, intensiv) bestimmt. Jedes LUU wurde in 16 x 250m grosse Quadrate eingeteilt, an dessen Eckpunkten die Feldaufnahmen durchgeführt werden. An der WSL beteiligen sich Mitarbeiter aus der Abteilung Genetische Ökologie und aus der Abteilung Landschaftsinventuren am Projekt.

Welche Rolle spielt die WSL-Fernerkung im Projekt BioAssess?

Die Aufgabe der WSL-Fernerkundung besteht darin, unabhängig von den beiden Projekt-Hauptzielen, nach Indikatoren aus der Fernerkundung zu suchen, welche mit Biodiversität (hauptsächlich Flechten) korrelieren werden und so Aufschlüsse über das Verteilungsmuster einer Art geben können. Die Indikatoren sollen demnach das Ökosystem/Biotop gut beschreiben. Sie sollen einerseits eine Momentaufnahme liefern, andererseits aber auch für ein langfristiges Monitoring einsetzbar sein. Dafür muss die entwickelte Methodik stets nachvollziehbar sein. Die WSL-Fernerkundung arbeitet eng mit der Abteilung Fernerkundung und Landschaftsinformationssysteme (FELIS) der Universität Freiburg im Breisgau zusammen. Die Schweiz wurde dabei als Supertestsite ausgewählt.

Weitere Informationen

Publikationen

  • Erstes schweizer Biosphärenreservat nach den neuen Richtlinien der UNESCO: Biospärenreservat Entlebuch
  • Ivits, E., Koch, B., Waser, L.T., Chamberlain, D., 2004: Modelling biological data with segmented landscape objects and image grey values. Kleinn, C., Nieschulze, J., Sloboda, B. [Hrsg.]: Remote Sensing & GIS for Environmental Studies: Applications in Forestry. Schriften aus der Forstlichen Fakultät der Universität Göttingen und der Niedersächsischen Forstlichen Versuchsanstalt, Bd. 138, 2005.
  • L. Waser, M. Kuechler, M. Schwarz, S. Stofer and Ch. Scheidegger, 2004: Prediction of Biodiversity in a Unesco Bioshere Reserve- Correlation of Remote Sensing Data with Field Samples to Model Lichen Hotspots. Proceedings of 2nd Young Scientist Conference on Interdisciplinary Mountain Research, 29.9.-1.10.2004, Stelvio National Park, Italy.
  • Waser, L.T., Stofer, S., Schwarz, M., Küchler, M., Ivits, E. and Scheidegger, C. 2004: Prediction of Biodiversity - regression of lichen species richness on remote sensing data. Community Ecology, 5(1):121-134
  • L. T. Waser, M. Kuechler, S. Stofer, M. Schwarz, E. Ivits, B. Koch and Ch. Scheidegger, 2004: Prediction of Biodiversity - Correlation of Remote Sensing Data with Lichen Field Samples. Int. Arch. Photogramm. Remote Sens. and Spatial Information Science, XXXV, Part B, Commission VII: 845-850, ISSN 1682-1750
  • B. Koch, E. Ivits, L. Waser, Ch. Ginzler, Ch. Scheidegger, S. Stofer, R. Fuller, F. Fernández-González, J. Niemelä and A. Watt (2003). Results from the Project BIOASSESS - Relations between remote sensing and terrestrial derived biodiversity indicators. Keynote. IUFRO Conference Monitoring and indicators of forest biodiversity in Europe - from ideas to operationality 12 - 15 November 2003, Florence, Italy.
  • E. Ivits, B. Koch and L. Waser (2003). Object - Oriented Landscape Analysis: Correlation of Remote Sensing with Biological Data. 23rd EARSeL Annual Symposium 2003, 2-5 June 2003, Gent, Belgium.
  • Ivits Eva and Koch Barbara (2002). Object-Oriented Remote Sensing Tools for Biodiversity Assessment: a European Approach. Department of Remote Sensing and Landscape Information Systems, Freiburg University, Freiburg, Germany. (PDF, 476 KB)

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