|
Biodiversität
Landschaftsentwicklung
Management von Naturgefahren
Nachhaltige Ressourcennutzung
Waldökosysteme
Forschungseinheiten
Forschungsprogramme
Im Fokus
Mitarbeitende
Organisation
Aufgaben
Geschichte
Jobs und Karriere
Kontakt und Anfahrt
Räumliche Muster der Biodiversität auf Landschaftsebene
Statistische Modelle der WSL zeigen, unter welchen Landnutzungs- und Umweltbedingungen die Artenvielfalt in Landschaften der Schweiz besonders gross ist. Ausgehend von Stichproben des Biodiversitäts-Monitoring Schweiz können diese Zusammenhänge in Form landesweiter Artenvielfaltskarten dargestellt werden. Die Arbeiten liefern so einen Beitrag zum besseren Verständnis der räumlichen Verteilung der biologischen Vielfalt in der Schweiz. Karten der vorhergesagten Artenvielfalt in der Schweiz Das BDM erfasst mit dem Z7-Indikator auf rund 520 Probeflächen von jeweils einem Quadratkilometer Grösse, die regelmässig über die ganze Schweiz verteilt sind, die Artenvielfalt von Farn- und Blütenpflanzen, Tagfaltern und Vögeln. Trotz der grossen Anzahl an Probeflächen liefern die Stichproben nur punktuelle Informationen. An der WSL wurden deshalb die Daten des BDM verwendet, um statistische Modelle der Artenvielfalt zu entwickeln. Mit Hilfe dieser Modelle kann die Artenvielfalt landesweit auf Landschaftsebene vorhergesagt werden.
Was beeinflusst die Artenvielfalt von Landschaften?
Die Modelle dienen nicht nur dazu, anschauliche Karten der vorhergesagten Artenvielfalt zu erstellen, sondern zeigen auch, welche Einflussgrössen die Artenvielfalt der ausgewählten Artengruppen auf Landschaftseben bestimmen. Dabei ist die Topographie meist von zentraler Bedeutung, da sie ökologisch wichtige Grössen wie Klima und Landnutzung direkt beeinflusst. Farn- und Blütenpflanzen kommen beispielsweise in mittleren Höhenlagen besonders artenreich vor. Das Hochgebirge und die teilweise monotonen, d.h. durch einzelne Landnutzungsformen dominierten Tieflagen sind dagegen vergleichsweise artenarm. Unterschiedliche Artengruppen zeigen unterschiedliche Vielfaltsmuster!Unterschiedliche Artengruppen reagieren jedoch unterschiedlich auf ihre Umwelt und liefern abweichende Vielfaltsmuster. Dies zeigt bereits der Vergleich der Artenvielfalt von Tagfaltern, Vögeln und Gefässpflanzen. Ein differenzierteres Bild liefert eine weitere Unterteilung der Grossgruppen (s.u.). Bei Farn- und Blütenpflanzen kommen beispielsweise Neophyten, d.h. Arten, die nach 1500 in die Schweiz eingeführt oder eingeschleppt wurden, vorwiegend in dicht besiedelten und wärmeren Tieflagen vor (bes. Tessin). Indigene, d.h. ursprünglich einheimische Arten erreichen dagegen ihre höchste Artenvielfalt in mittleren Höhenlagen der Alpen (sog. "mid-elevation peak"). Ebenfalls abweichend ist das Vielfaltsmuster bei Arten, die unter kontinentalen Klimabedingungen vorkommen und deren Artenvielfalt im Wallis besonders hoch ist.
FazitVerbreitungsdaten sind bisher nur für einen kleinen Teil der Artenvielfalt der Schweiz verfügbar, doch zeigen bereits die vorliegenden Auswertungen für verschiedene Organismengruppen deutlich abweichende und mit unterschiedlichen Umweltfaktoren korrelierte Vielfaltsmuster. Die Erhebungen des Biodiversitäts-Monitoring Schweiz und die Auswertungen an der WSL tragen so dazu bei, die räumliche Verteilung der Artenvielfalt in der Schweiz besser zu verstehen. Sie liefern Grundlagen für den Schutz und die Förderung der Artenvielfalt auf Landschaftsebene. Externe Internetseiten
Ähnliche Projekte an der WSL
Weitere Informationen und Kontakt
|