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Projektdauer: 1998 - 2001

Angewandte Fernerkundung: ALPMON

Allgemeines

Landsat 5 TM-Aufnahme von der schweizerischen Testsite
Landsat 5 TM-Aufnahme von 1998, Kanäle 5, 4, 3 in der schweizerischen Testsite (Nationalpark) © USGS / Bundesamt für Landestopographie, NPOC. Klicken Sie auf das Bild für eine grössere Version.
 
alle Testgebiete
Testgebiete: (1) Dachsteingebirge, (2) Region Veneto, (3) Region Tarvisio, (4) Nördliche Kalkalpen Bayerns, (5) Engadin. Klicken Sie auf das Bild für eine grössere Version.

Alpmon bedeutet Alpine Monitoringsystem. Ziel dieses EU-Projektes, an welchem vier europäische Partner beteiligt waren (CH, I, A, D) war es, mittels hochauflösender Satellitendaten ein Inventar zu erstellen, worin alle relevanten Parameter, die auf den Alpenraum Einfluss haben, beschrieben sind. Das schweizerische Untersuchungsgebiet lag im Nationalpark. Mittels verschiedener Fernerkundungs- und GIS-daten konnte eine alpine Datenbank erstellt sowie wichtige Erkenntnisse in der Anwendung von Fernerkundung gewonnen werden.

Das EU-Projekt ALPMON dauerte von 1998 bis 2001. Damit die gesteckten Ziele erreicht werden konnten, war die Projektarbeit in 12 thematische Wokpagages unterteilt. Die WSL war der schweizerische Projektpartner, die übrigen Partner stammten aus Österreich, Italien und Deutschland. Detaillierte Informationen sind auf der offiziellen ALPMON-Homepage zu finden. Die genauen Projektziele sind unten aufgelistet.

Projektziele

Das Projekt ALPMON verfolgte eine ganze Reihe von verschiedenen Zielen; auf europäischer und nationaler Ebene:

Auf europäischer Ebene ist dies der Aufbau einer alpinen Landschafts-Datenbank Alpine Monitoring and Information System mit Hilfe von Satellitendaten für die Alpenkonvention. Dabei ist die Arbeitsgruppe der Alpenkonvention (Alpine Monitoring Group) sowohl das Projekt CORINE (Europäisches Land Cover Projekt) sehr interessiert an einem grossräumigen/flächendeckenden Datensatz.

Schwerpunkte dabei waren:

  • thematisch: Erfassung des Zustands und der Veränderung der Vegetation im alpinen Raum
  • methodisch: Durchführung von möglichst einfachen digitalen und halb-automatischen Auswertemethoden, die operationell anwendbar sind
  • technisch: Einsatz von hoch-auflösenden optischen Satellitenbildern z.B. EarlyBird (3m / 15m), MOMS (4.5m), IRS-1C (5.8m)
    => Die technischen Anforderungen konnten in der Laufzeit des Projektes nur teilweise erfüllt werden, da lediglich kommerzielle Satellitenbilddaten wie Landsat TM, Spot, IRS-1C erhältlich waren, wovon nur IRS-1C zu den hochauflösenden gezählt werden kann. Nimmt man jedoch an, dass die geforderten hoch-auflösenden Sensoren (1-5m) doch während des Projektes erhältlich gewesen wären, hätte man sicher einiges mehr an Information aus dem Wald herausholen können.

Auf nationaler Ebene bestand das Hauptziel darin, Alpen-relevante Anwendungen in den 5 Untersuchungsgebieten durchzuführen. Dies geschah individuell durch jeden Projektpartner. Dabei sind in den verschiedenen Testgebieten unterschiedliche Anwendungen gestestet worden: Zonierung der Lawinengefahren, Erosions-Modellierung, Hydrologische Abfluss-Modellierung und Nationalpark Management. Es gab Untersuchungsgebiete in Italien (2, 3), in Österreich (1), in Deutschland (4), sowie das schweizerische Untersuchungsgebiet im Unterengadin (5).

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