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Projektdauer: 2002 - 2005

Transformationsgeschwindigkeiten von Landschaften im Alpenraum: Gefahren und Chancen für Menschen und ausgewählte Arten

Einleitung

Gossau
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Gonten
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Wildhaus
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Kriens
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Alpnach
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"Was sich nicht verändert hat? Ja, an der Landschaft selber hat sich eigentlich nicht viel verändert. An der Landschaft! Es sind ja ein paar Häuser, von denen ich jetzt gesprochen habe. Ja, ja. Sonst an der Landschaft hat sich nicht viel verändert. Aber am Leben hat sich viel verändert. Wie man lebt hat sich viel verändert, dünkt es mich."


(weggezogener Gontner, 63)

"Diese Siedlung ist schon sprunghaft gekommen. Also früher und während meiner Kindheit ist auf der Fläche wo heute dieses Quartier steht ein "Heimatli" gewesen, fast wie eine Alp, dieses ganze Gebiet. Und dann hat man das eingezont. Und dann ist das sehr schnell gegangen. Dann ist ein Häuschen nach dem anderen gekommen."


(Weggezogener Gontner, 63)

Die Landschaft verändert sich ständig, aber nicht an allen Orten gehen die Veränderungen gleich rasch vor sich. Im letzten Jahrhundert wurde mit der aufkommenden Industrialisierung das schweizerische Mittelland stark erschlossen, bebaut und landwirtschaftlich intensiver genutzt. Solche Entwicklungen sind mit einer gewissen Verzögerung auch bis in die Alpentäler vorgestossen, wo traditionelle Bewirtschaftungsweisen zurückgegangen sind und touristische Infrastruktureinrichtungen zugenommen haben.

Projektziele

Ziel dieses Projektes ist es, den Landschaftswandel und dessen Veränderungsgeschwindigkeit während des letzten Jahrhunderts in zwei ausgesuchten Regionen zwischen Mittelland und Alpen aufzuarbeiten und deren Ursachen, Wirkungen und Folgen zu beschreiben. Dabei werden in einem interdisziplinären Team von 3 Doktorierenden verschiedene Aspekte des Landschaftswandels untersucht und zu einem gesamtheitlichen Bild zusammengestellt.

  • In ihrer geographisch-historischen Arbeit (Teilprojekt 1) geht Nina Schneeberger der Frage nach, welche treibenden Kräfte hinter dem Landschaftswandel stehen, in welche Richtung und mit welcher Geschwindigkeit er abgelaufen ist und welche Tendenzen sich allenfalls erkennen lassen.
  • Patricia Felber Rufer erforscht in ihrer sozialwissenschaftlichen Arbeit (Teilprojekt 2) die Einstellung der Bevölkerung zu den Veränderungen in ihrer Gemeinde: Wie gut erinnern sich die Leute an die Veränderungen und wie werten sie diese?
  • In einer landschaftsökologischen Arbeit (Teilprojekt 3) untersucht Michael Lütolf, wie Tier- und Pflanzenarten auf die unterschiedlichen Veränderungen respektive die Veränderungsgeschwindigkeiten reagiert haben.


Das vorliegende Projekt ist Teil des Nationalen Forschungsprogramms 48 , bei dem sich unter dem Titel 'Landschaften und Lebensräume der Alpen' verschiedene Projekte zum nachhaltigen Umgang mit der Ressource Alpen befassen. Es wird vom Nationalfonds und vom Programm Landschaft im Ballungsraum der WSL finanziert.

Team

Projektausführende Doktorierende:

  • Dipl. Geographin Nina Schneeberger
  • Dipl. Geographin Patricia Felber Rufer
  • Dipl. Biologe Michael Lütolf

Projektleitung und –begleitung:

  • PD Dr. Felix Kienast
  • Prof. Dr. Klaus Ewald
  • Prof. Dr. Doris Wastl-Walter
  • Prof. Dr. Antoine Guisan
  • Dr. Matthias Bürgi
  • Dr. Nicole Bauer
  • Dr. Thomas Wohlgemuth

Praxisbezogene Umsetzung:

  • Dipl. Ing. Hans-Dietmar Koeppel
  • Dipl. Geograph Nico Lehmann

Kontakt

Stichworte transformation rates, rural areas, landscape change, driving forces