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Buch und Film«Hüeterbueb und Heitisträhl». Traditionelle Formen der Waldnutzung in der Schweiz 1800-2000. Buch und Filme WSL ForschungsthemenKontakt
Traditionelle Formen der Waldnutzung
Die Nutzung des Waldes in der Schweiz hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert. Viele traditionelle Waldnutzungen wie Waldweide, Streuesammeln, und Harzen verschwanden um die 1950er Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg. Gleichzeitig wuchs die Bedeutung des Waldes für Erholung und Naturschutz stark an. Somit ging die Nachfrage nach traditionellen Waldprodukten zurück. Die alten Formen der Waldnutzungen sind oft kaum dokumentiert, obschon sie aus kulturhistorischer und ökologischer Sicht von grossem Interesse wären. ProjektzieleDie vorliegende Studie beabsichtigte, die Veränderungen der Waldnutzung in der Schweiz mittels Oral History-Interviews zu dokumentieren und zu analysieren. Es sollten schwergewichtig Personen befragt werden, die selbst aktiv an Waldnutzungen beteiligt waren. Mit der vorliegenden Studie wollten wir:
Methoden Waldnutzungen,
die Teil der forstlichen Aktivitäten im Wald sind, werden in der Regel in forstlichen
Quellen gut dokumentiert. Anders sieht es aus für die Vielfalt der Waldnutzungen,
die durch die ländliche Bevölkerung im Privatwald oder auch im öffentlichen
Wald ausgeführt wurden. Wichtig für diese ist die Methode der Oral History, weil sie jene
gesellschaftlichen Gruppen berücksichtigt, welche kaum Eingang in die schriftliche
Geschichtsschreibung fand. Die Oral History lässt die Objekte der historischen Geschehnisse
als Subjekte selbst sprechen. Regionale Fallstudien
Basierend auf den transkribierten Oral History Interviews, wurden fünf regionale Fallstudien der Waldnutzung verfasst. Die gewählten Fallstudienregionen liegen sämtliche im Bereich der Voralpen oder direkt im Alpenbogen (S. Karte). Diese geographische Verteilung wiederspiegelt die für eine langdauernde Ausübung agrarischer, hauswirtschaftlicher und kleingewerblicher Waldnutzungen günstigen Voraussetzungen fernab wirtschaftlicher Ballungsräume oder von Bevölkerungszentren. Um ein möglichst multiperspektivisches Bild der Waldnutzung zu erhalten, ergänzten und kontrastierten wir die den Oral History Interviews entnommenen Informationen mit Angaben aus anderen Quellentypen. Abschliessend wurden die den Oral History Interviews entnommenen Informationen zur Waldnutzung in den Fallstudienregionen einer vergleichenden Analyse unterzogen. ResultateZum Projektabschluss wurden die Ergebnisse im Buch „Hüeterbueb und Heitisträhl“ und in einer gleichnamigen Reihe von Kurzdokumentarfilmen aufgearbeitet. Dieses Projekt wurde durch die Bristol-Stiftung finanziert. Die Dokumentarfilme "Hüeterbueb und Heitisträhl" und der ebenfalls in Zusammenarbeit mit der WSL entstandene Film "Von Menschen, Bäumen und Werkzeugen" sind ab 28.05.2011 als Teil der ständigen Ausstellung Forsthaus des Freilichtmuseums Ballenberg auf Vorführstationen zugänglich. Beteiligte
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