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Wytweiden und Moore
Gehören Wytweiden bald der Vergangenheit an? Die
fortwährende Einwirkung von Mensch und Vieh auf die Natur führte im Schweizer
Jura zu den landschaftsprägenden Wytweiden, einem Mosaik aus Weideflächen,
Flurgehölzen und Waldarealen. Die traditionell extensive forstliche und landwirtschaftliche Nutzung
gewährt den Artenreichtum und das Gleichgewicht dieser vom Menschen
beeinflussten Ökosysteme. Die Bewirtschaftungsmethoden haben sich in den
vergangenen Jahrzehnten verändert. Einzelne Parzellen werden weiterhin intensiv
beweidet, andere völlig aufgegeben, Ohne Bewirtschaftung verschwinden die
Wytweiden; mit der Zeit entstehen reine Weide- oder Waldflächen. Aquatisch, terrestrisch, oder sogar beides ?Feuchtgebiete sind komplexe Ökosysteme mit aquatischem und gleichzeitig terrestrischem Charakter. Sie bieten einer Vielzahl seltener und gefährdeter Arten einen Lebensraum. Die räumliche Nähe von Wasser und Land spielt aus heutiger Sicht für bio-geo-chemische Kreisläufe (Wasser-, Kohlenstoff- und Nährstoffzyklen) eine wichtige Rolle. Verstehen hilft vorsorgenWytweiden und Feuchtgebiete sind beide Übergangszonen zwischen unterschiedlich gestalteten Lebensräumen. Aufgrund ihrer spezifischen ökologischen Eigenschaften reagieren sie empfindlich auf menschliches Einwirken. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass die Klimaerwärmung beide Systeme stark verändert. Unsere Forschungsgruppe untersucht daher Strukturen, Abläufe und Zusammenhänge in diesen gefährdeten Ökosystemen. Wir wollen wissen, wie sich regionale und globale Umweltveränderungen wie Klimawandel, Landnutzung und invasive Organismen auf diese Systeme auswirken. |