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Infrastruktur

Mit der Gründung der Forschungsgruppe Schneesport & Industrieprojekte Ende der 90er Jahre begann ein langjähriger Aufbau von Laborprüfständen und mobilen Messgeräten mit dem Ziel, eine umfassenden Charakterisierung der physikalischen Eigenschaften des Ski-Bindungssystems sowie von Pistenschnee zu ermöglichen. Basierend auf einer genauen Beschreibung der Einzelkomponenten, wurde es möglich Fragestellungen zur Ski-Schnee-Interaktion experimentell zu untersuchen.

Neben einigen kinematischen Messsystemen für sportbiomechanische Untersuchungen sowie Messmittel für Versuche im Bereich der technischen Schneeproduktion erweitert insbesondere der Zugang zu Infrastruktur anderer Forschungsgruppen die Methodenkompetenz des Teams.

Die im Folgenden beschriebene Infrastruktur sowie die in Verbindung dazu aufgebaute Anwendungskompetenz ist ein wichtiges Instrument für erfolgreiche Beiträge zu aktuellen Forschungs- und Produktentwicklungsprojekten im Kontext des Systems Gleitsportgerät - Pistenschnee - Athlet.

A) Eis- und Schneetribometer

B) Skiprüflabor

       Mechanische Eigenschaften von Ski und Snowboards

       Belagseigenschaften

C) Mobile Messgeräte

       Wetter- und Schneeeigenschaften

       Ski-Schnee-Interaktion

       Biomechanik

       Technische Schneeproduktion

D) Software

A) EIS- und SCHNEETRIBOMETER - Gleiteigenschaften von Stoffen & Oberflächen

Messaufbau
Der Schnee- und Eistribometer besteht aus einem 1.80 m breiten, rotierenden Tisch und zwei separaten Armen: Einer dient der Präparation der Gleitoberfläche, am anderen wird die Materialprobe über einen biaxialen Linerantrieb auf die Gleitfläche gedrückt. Dabei werden Normalkraft (DMS) und Reibungskraft (piezoelektrisch) gemessen.
  • Die Gleitgeschwindigkeit kann zwischen 0.5 und 20 m/s, die Temperatur zwischen -20°C und 0°C eingestellt werden
  • Die Eis- bzw. Schneetemperatur wird mit zwei Infrarot-Temperatursensoren gemessen
  • Präparation verschiedener Unterlagen: glattes Eis, strukturiertes Eis und Schnee
tribo
Messergebnis

Das Messgerät ermöglicht reproduzierbare Messungen der Gleiteigenschaften von Skibelägen, Skifellen, Belagspräparationen oder Kufen unter kontrollierten, konstanten und realistischen Rahmenbedingungen. Es ist nun möglich „Gleittests“ 365 Tagen pro Jahr unabhängig vom Testsfahrer und den Wetterbedingungen durchzuführen. Dies bedeutet auch weniger finanziellen Aufwand für Materialtests.

Anwendungen
  • Vergleich der Gleiteigenschaften verschiedener Belags- bzw. Polymertypen
  • Vergleich der Wirkung verschiedener Wachse auf die Gleiteigenschaften eines Belags
  • Vergleich der Eigenschaften verschiedener Schliffe
  • Einfluss von Oberflächenbehandlungen auf die Gleiteigenschaften

B) SKIPRÜFLABOR - Mechanische Eigenschaften von Ski und Snowboards

Biegetest

Messaufbau
Der Ski ist vorne und hinten frei beweglich auf zwei Rundstählen gelagert. Die Kraft wird über einen elektromechanischen Linearantrieb  bis zum Erreichen einer vorgegebenen Kraft aufgebracht. Während des Ausfahrens wird die Skidurchbiegung an der Position der Kraftaufbringung gemessen. Vor und nach der Kraftaufbringung wird die Form des Skis (Verschiebung) mit einem Laser abgefahren und registriert. Die Messung kann sowohl mit als auch ohne Bindung erfolgen.
Messergebnis

Die Biegeprüfung liefert neben dem nach DIN ISO 5902 definierten Biegekennwert auch die Biegelinie (Form des belasteten Ski) im belasteten und unbelasteten Zustand woraus die Biegesteifigkeitsverteilung abgeleitet wird. Zudem ermöglicht die kontinuierliche Aufzeichnung von Kraft und Verschiebung auch die Prüfung der Linearität der Skisteifigkeit. Die statistische Streuung des Biegekennwertes von nacheinander durchgeführten Messungen liegt unter 1.5 %.

Anwendungen
  • Auswirkungen von Skiaufbau und -geometrie auf Biegesteifigkeit und Biegeform
  • Auswirkungen von Bindungen und Plattensystemen auf Biegesteifigkeit und Biegeform

bend  

Torsionstest

Messaufbau
Der Ski wird an der Skischaufel respektive am Skiende drehbar gelagert und im Bereich der Skimitte fix eingespannt. Zur Torsion wird mit Hilfe der Krafteinheit ein Drehmoment aufgebracht bis ein vordefiniertes, maximales Drehmoment respektive ein maximaler Verdrehwinkel erreicht wird. Wirkendes Drehmoment und Verdrehwinkel werden kontinuierlich elektronisch erfasst. Die Messung kann mit und ohne Bindung durchgeführt werden.
Messergebnis

Ausgegeben wird der Torsionskennwert gemäss DIN ISO 5902. Zudem kann durch die kontinuierliche Aufzeichnung die Linearität der Torsionssteifigkeit überprüft werden. Die statistische Streuung des Torsionskennwert bei nacheinander durchgeführten Messungen liegt unter 1.5 %.

Anwendungen
  • Auswirkungen von Skiaufbau und -geometrie auf die Torsionssteifigkeit
  • Auswirkungen von Bindungen und Plattensystemen
torsiontest

Flächendruckverteilung

Messaufbau
Herzstück des Gerätes ist eine mit 6 (quer) x 26 (längs) DMS-Kraftaufnehmern bestückte Sensorfläche. Das auszumessende System wird auf die Fläche aufgelegt und mit Hilfe eines Elektromotors belastet. Die Kraft (max. 600N) wird senkrecht zur Sensorfläche aufgebracht und über die Summe der gemessenen Einzelkräfte kontrolliert.
Messergebnis

Kraftverteilung unter der Lauffläche (1D oder 2D) bzw. unter Einbezug der Sensorabstände können auch Druckwerte ausgegeben werden. Für Wiederholungsmessungen des gleichen Systems liegt die Streuung der lateral aufsummierten Kraftwerte (jeweils 6 Sensoren) unter 1%.

Anwendungen
  • Auswirkungen von Skiaufbau und -geometrie auf die Druckverteilung
  • Auswirkungen von Bindungen und Plattensystemen
  • Paarung von Ski
  • Veränderung der FDV während der Saison
fdv

Kantendruckverteilung

Messaufbau
Der Ski wird mit einem frei wählbaren Aufkantwinkel aufgekantet bis eine vordefinierte Einleitungskraft erreicht ist. Die Verformung und die Widerstandskraft des Schnees werden dabei über 15 bewegliche Lagerungspunkte simuliert. Über einen Regelkreis stellen sich Kraft und Verformung an den Lagerungspunkten gemäss dem programmierten Kraft-Verformungsgesetz des Schnees ein. Ist die Einleitungskraft vollständig auf die Lagerungspunkte verteilt, erfolgt die Messung der Kantendruckverteilung via DMS. Über eine Parametrisierung des Schneegesetzes können unterschiedliche Pistenhärten simuliert werden.
Messergebnis

Ausgegeben wird die Kantendruckverteilung und die Skiverformung (Biegung & Torsion).

kdv
Anwendungen
  • Kantendruckverteilung von Ski auf verschieden harter Schneeunterlage bei verschiedenen Aufkantwinkeln
  • Durchbiegung von Ski auf verschiedenen Schneeunterlagen
  • Vergleich der Eigenschaften von verschiedenen Skis oder Ski- Platte-Bindungssystemen auf verschiedenen Schneeunterlagen

Schwingungsverhalten

Messaufbau
Für die Messung wird der Ski im Bindungsbereich eingespannt. Die Einspannung ist so gestaltet, dass Skis mit Bindung, mit Bindung und Platte oder auch Skis ohne Bindung getestet werden können. Der Ski wird mittels einer Schlagvorrichtung angeregt. Torsions- und Biegeschwingungen werden mit mindestens 2 unidirektionalen Beschleunigungssensoren aufgenommen.
Messergebnis
  • Gemessene Signale der Beschleunigungssensoren
  • Eigenfrequenzen des Skis (Biege- und Torsionsfrequenz)
  • Dämpfung zu jeder Eigenfrequenz
  • Streuung < 1% für die ersten 4 Eigenfrequenzen
  • Streuung < 5% für den Dämpfungskoeffizient der ersten 2 Eigenfrequenzen
Anwendungen
  • Auswirkungen von Skiaufbau und -geometrie auf das Schwingungs-/Dämpfungsverhalten
  • Auswirkungen von Bindungen und Plattensystemen
  • Paarung von Ski
  • Einfluss der Temperatur auf das Schwingungsverhalten des Skis
  • Einfluss von neuen Werkstoffen auf das Schwingungs-/Dämpfungsverhalten
vib

SKIPRÜFLABOR - Belagseigenschaften

Benetzbarkeit

Messaufbau
Der Winkel zwischen einem Wassertropfen und der Belagsoberfläche wird während der Benetzung (Fortschreitwinkel) und der Entnetzung (Rückzugswinkel) gemessen (Droplet Analyser System, Krüss GmbH, D). Je grösser der Winkel, desto schlechter benetzbar ist der Ski. Der aufgetragene Wassertropfen wird während der Vergrösserung respektive Verkleinerung gefilmt; das Bild laufend in den PC eingelesen und über eine Bildverarbeitungssoftware ausgewertet (DSA1, Krüss GmbH, D).
Messergebnis

Dynamische Randwinkel (Fortschreit- und Rückzugswinkel) des Probenmaterials. Die Standardabweichung der Messungen liegt unter 2%.

Anwendungen
  • Benetzbarkeit verschieden Polymertypen oder Oberflächenbehandlungen
  • Einfluss verschiedener Wachstypen auf die Benetzbarkeit des Belags
  • Einfluss der Oberflächenrauheit auf die Benetzbarkeit
rndwinkel

Eindringwiderstand (Härte)

Messaufbau

Das Eindringverhalten in Polyethylen wird mit hoher Auflösung festgehalten. Dabei wird ein halbkugelförmiger Indenter in den Belag getrieben. Die aufgebrachte Kraft wird mit einem piezokeramischen Sensor kontinuierlich als Funktion der Eindringtiefe aufgezeichnet.

Messergebnis

Ausgegeben wird die Kraft als Funktion der Eindringtiefe sowie als Vergleichsparameter der Belagshärte, der Kraftwert bei 10 mm Eindringtiefe.

Anwendung
  • Einfluss verschiedener Wachstypen
  • Vergleich verschiedener Belagstypen

Wärmeleitfähigkeit

Messaufbau

Das Messgerät funktioniert nach der „Hot Wire Method“. Ein konstanter Heizstrom wird über ein bekanntes Material in das auszumessende Material geleitet und die Temperatur erfasst. Damit können Wärmeleitfähigkeit und Wärmekapazität gemessen werden. Mit dieser Methode wird die Wärmeleitfähigkeit bis zu einer Tiefe von 0.5 cm in den Ski gemessen. Man misst also die Wärmeleitfähigkeit der ersten Skischichten und nicht nur des Belags.

Messergebnis

Wärmeleitfähigkeit (l), Wärmekapazität (rc) und Temperaturleitfähigkeit (l/rc)

Die Standardabweichung der Messungen liegt bei einer Wärmeleitfähigkeit von 0.9 W/mK unter 1 %.

Anwendungen
  • Einfluss verschiedener Wachstypen auf die Wärmeleitfähigkeit des Belags
  • Vergleich die Wärmeleitfähigkeit verschiedener Belagstypen
  • Einfluss der Skikonstruktion auf die gesamte Wärmeleitfähigkeit

C) MOBILE MESSGERÄTE

Schnee- und Wetterparameter

Snow Spike (Schneehärte)
Die Pistenhärte ist ein wichtiger Parameter der Ski-Schnee-Interaktion und beeinflusst zum Beispiel die Eindringtiefe des Skis beim Carven und damit somit die Skidurchbiegung und letztlich den gefahrenen Kurvenradius.

Zur Quantifizierung der Pistenhärte wird der Schneeeindringwiderstand mit dem extra für Pistenschnee entwickelten SnowSpike Penetrometer (Prototyp) gemessen. Dabei wird eine Kegelspitze oder eine Zylinderfläche mit konstanter Geschwindigkeit in den Schnee gedrückt. Die Kraft wird als Funktion der Eindringtiefe aufgezeichnet.

snowspike
Fast Snow Deformer (Schneehärte, -zähigkeit)
Der Fast Snow Deformer ist ein weiteres Messgerät (Prototyp) zur Bestimmung des Schneeeindringwiderstandes. Der Unterschied zur oben beschriebenen Messmethode besteht in der hohen Beanspruchungsgeschwindigkeit. Der Aufbau entspricht zudem einem Schlagversuch - der Eindringkörper wird über eine vorgespannte Feder beschleunigt und dringt dann ohne weiteren Antrieb ein. Anhand der Kraft- und Wegmessung kann die aufgenommen Energie beim Eindringen in den Schnee berechnet werden. Zudem kann der Schnee in unterschiedlichen Winkeln penetriert werden. fsd
Infra Snow (Korngrösse)
Ein Messgerät (Prototyp) zur Bestimmung der Korngrösse des Schnees. Das Messprinzip nutzt den Zusammenhang von Reflektivität (im Nahinfrarotbereich) und Schneestruktur (Spezifischer Oberfläche). Unter der Annahme von eher runden Schneekörnern kann aus der spezifischen Oberfläche dann die Korngrösse abgeleitet werden. Traditionell wird die Korngrösse mithilfe einer Lupe und einem Rasterbrett bestimmt - eine Methode von vergleichsweise geringer Objektivität. infrasnow
Schneedichte-/ feuchte Messgeräte

Die vorhandenen Messgeräte (Kleinserie entwickelt von A. Denoth Universität Innsbruck; Prototyp entwickelt am SLF) messen die Dielektrizitätskonstante des Schnees, woraus die Schneedichte bzw. die Schneefeuchte in Oberflächennähe abgeleitet werden kann. Für die Bestimmung der Schneefeuchte muss die trockene Dichte des Schnees abgeschätzt oder mit einer anderen Methode gemessen werden. Eine einfache Methode der Dichtemessung ist das Wägen eines definierten Schneevolumens.

Mobile Wetterstationen

Die Wetterstationen ermöglichen die kontinuierliche Messung von Windgeschwindigkeit und -richtung, Schneeoberflächentemperatur, Luftfeuchtigkeit und -temperatur, eingehende und reflektierte kurzwellige Strahlung sowie die langwellige Nettostrahlung an der Schneeoberfläche. Mobile Wetterstationen werden in verschiedenen Bereichen eingesetzt (z.B. Gleittests Ski Alpin oder Schneitests).

Ski-Schnee-Interaktion

Agenvis
Mit diesem Messgerät können Ski in verschiedenen Aufkantwinkeln in den Schnee gedrückt werden unter Messung der Widerstandskraft. Am verbleibenden Abdruck im Schnee kann die Eindringtiefe und die Durchbiegung festgestellt werden. Anstelle eines Skis kann auch eine Metallplatten als Penetrationsfläche dienen. Das Gerät ermöglicht die Ermittlung des Kraft-Verformungs-Verhaltens bei verschiedenen Pistenbedingungen. Für die starre Verankerung des Geräts wurde am SLF ein spezielles Messfeld mit Fixierungsschienen gebaut. agenvis
Messski Verformung

Zur Messung der Bieg- und Torsionsverformungen beim Fahren wurde ein Riesenslalomski an 10 Positionen mit insgesamt 25 optischen Glasfasersensoren (Faser-Bragg-Gitter) ausgestattet. Durch die geringe Masse der Glasfasersensoren und die minimale Verkabelung (Sensoren in Serie geschaltet) bleiben die mechanischen Eigenschaften des Skis unverändert. Zur Datenaufzeichnung muss vom Athlet ein zusätzliches Gewicht von ca. 4 kg getragen werden.

Messski Temperatur

Zur Erfassung des Temperaturanstiegs der Lauffläche wurde ein Ski mit Thermoelementen ausgestattet.

Biomechanik

Novel PedarX Fussdruckmesssystem

Das System erlaubt die Messung der plantaren Druckverteilung anhand von Einlegesohlen mit kapazitiven Drucksensoren. Beispielsweise kann damit Seitigkeit im Bewegungsablauf z.B. beim Fussabdruck im Langlauf, detektiert werden.

Vosskühler HCC - 100 High Speed Camera

Die vorhanden HS-Kameras ermöglichen Videoaufnahmen von bis 1850 Bildern pro Sekunde und eigenen sich neben dem Einsatz für kinematische Analysen sportlicher Bewegungen auch für Anwendungen ausserhalb der Sportbiomechanik.

GNSS Javad Alpha-G3T

Das GNSS Javad Alpha-G3T ist ein kompaktes und zugleich empfangsstarkes GNS-System (GPS & GLONASS), welches sich in Verbindung mit einer kontinuierlichen Referenzmessung für kinematische Messaufgaben hoher Präzision und Dynamik eignet wie z.B. im alpinen Rennsport.

Technische Schneeproduktion

Wassermessstrecke

Aufzeichnung von am Eingang des Schneeproduzenten anliegenden Wasserdruck, Wasserdurchfluss und Wassertemperatur.

Beschneiungstool

Handheld Tool (Prototyp; siehe Abb.) zur Messung von Wasser- und Lufttemperatur sowie der Luftfeuchte. Berechnung der Feuchtkugeltemperatur und Prognose der in Abhängigkeit der Umgebungsbedingungen und Schneilanzeneinstellungen zu erwartenden Schneefeuchte.

btool

D) SOFTWARE

SESES - FE- Simulation der Ski-Schnee-Interaktion beim Carven

Berechnung der Kantendruckverteilung, Skidurchbiegung, Schneeverformung und gefahrenem Radius in Abhängigkeit der eingebrachten Kräfte und Momente, des Aufkantwinkels sowie der Skigeometrie und -steifigkeit.

ANSYS - kommerzielle FEM Software

Simulation des Einflusses von Skibindungen auf die Steifigkeit des Gesamtsystems Ski-Bindung- Bindungsplatte.

SNOWPACK - Schneedeckensimulation

Numerisches 1D-Schneedeckenmodell, wird in den Bereichen Snow Farming und Pistenprognosen angewandt.

Turbulentes Interaktions Modell (TIM) - Schneiwolkensimulation

Numerisches Quasi-2D-Modell, welches das Abkühlen, Gefrieren und den Transport von fein zerstäubten Wassertröpfchen simuliert. Die Modellierung dieses Prozesses erfordert eine Verknüpfung der Energieflüsse des Einzeltropfens mit denen der Umgebungsluft und zielt auf die Abbildung eines in der Schneewolke herrschenden Mikroklimas (Luft, Wassertropfen, Eiskügelchen). Das Modell verbindet daher ein Atmosphärenmodell, welches den turbulenten Austausch von Partikelkonzentration, Windgeschwindigkeit (Partikelgeschwindigkeit), Temperatur und Luftfeuchtigkeit beschreibt mit einem Tropfenmodell, welches die Abkühlung und das Gefrieren eines einzelnen Tropfens berechnet. Nebenstehende Abbildung gibt einen Überblick der Modellparameter.

TIM3
Dartfish & WinAnalyse - kommerzielle Bewegungsanalysesoftware

Findet Verwendung für trainingsunterstützende Massnahmen sowie qualitative und quantitative Bewegungsanalysen wie beispielsweise zur Optimierung der Startbewegung beim Skicross.