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Ausarbeitung eines praxisorientierten Leitfadens für Bauten im Permafrost
Permafrost, oder ständig gefrorener Boden, kommt ungefähr auf 6% der Fläche der Schweizer Alpen vor und ist hauptsächlich oberhalb von 2400 m ü.M. anzutreffen. Als Baugrund kann eishaltiger Permafrost problematisch sein. Auflasten und wärmere Temperaturen führen z.B. zu einer geringeren Tragfähigkeit des Baugrunds, erhöhten Kriechraten des Permafrosts und mächtigeren Auftauschichten. Eine Reduktion der Bodenstabilität stellt eine potentielle Gefahr für Bauten und Infrastrukturen dar. Mit speziellen Baumethoden können diese Probleme beherrscht werden. Um Nachhaltigkeit und technische Sicherheit zu gewährleisten, werden existierende und neue Baumethoden im Gebirgspermafrost geprüft und weiterentwickelt. Ziel ist die Erarbeitung eines Leitfadens für Bauten im Permafrost. Zur Zeit gibt es - mit Ausnahme der Richtlinie für Lawinenverbauen im Permafrost (SLF/BUWAL 2000) - keine Richtlinien oder Empfehlungen für Bauten im alpinen Permafrost. ZielDas Ziel des Projekts ist die Ausarbeitung eines praxisorientierten Leitfadens zur Erstellung, Unterhaltung und Überwachung von Bauten im Gebirgspermafrost. Diese soll den Entscheidungsträgern ermöglichen, das Schadenpotential und die damit verbundenen Kosten und Risiken in alpinen Permafrostgebieten sowie in angrenzenden Regionen einzuschätzen und zu senken. Im Rahmen dieses Projektes werden bautechnische Felduntersuchungen in hohen alpinen Lagen durchgeführt, die Eigenschaften von Baumaterialien und Böden im Labor untersucht, Computermodelle weiterentwickelt und eingesetzt sowie Fallstudien durchgeführt. RelevanzDie Resultate sind für Verantwortliche von Bauten im Hochgebirge von hoher Relevanz. Bau-, Unterhalts- und Sanierungskosten können gesenkt und die Sicherheit erhöht werden. Das Projekt hat zudem auch eine hohe wissenschaftliche Relevanz, da die thermischen Interaktionen zwischen Bauten und Permafrostböden untersucht und modelliert werden, sowie bessere Kenntnisse über die mechanischen Eigenschaften des gefrorenen Substrats gewonnen werden. Die resultierende Empfehlung wird für die Praxis, die Wissenschaft und die Öffentlichkeit von grossem Interesse sein. Langfristig werden durch speziell angepasste Baumethoden, effiziente Mess- und Monitoringssysteme sowie leistungsfähige Computersimulationen das Schadenpotential und die damit verbundenen Kosten in Permafrostgebieten deutlich sinken. Gleichzeitig können die verbleibenden Risiken besser abgeschätzt und die Lebensdauer und Sicherheit der Hochgebirgsinfrastrukturen im Permafrost trotz andauender Klimaerwärmung erhöht werden Auftraggeber
DownloadBauen im Permafrost - Ein Leitfaden für die Praxis Kontakt
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