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Duration: 2011 - 2014

Schneeverfrachtung

Überblick

Schneeverfrachtung hat einen sehr grossen Einfluss auf die Schneeverteilung im alpinen Gelände und somit auch auf Lawinengefahr, Ökologie und Hydrologie. Der Wind verfrachtet den Schnee einerseits während Niederschlagsperioden. Er erodiert aber auch schon deponierten Schnee und lagert ihn anderswo ab. Mit den jetzigen Modellen zur Berechnung von Schneeverfrachtung können wir die Schneeverteilung schon ziemlich gut im Bereich einiger Meter beschreiben. Die Schneeverfrachtung ist aber sehr komplex und wir verstehen den Prozess noch nicht gut genug, um die Schneeverteilung auch auf kleineren Skalen vorherzusagen. Deshalb messen wir die Schneeverfrachtung im Gebirge.

Im Experiment gibt es 3 Ziele. Wir wollen a) drei verschiedene Messgeräte für Schneeverfrachtung miteinander vergleichen; b) den vertikalen Massenfluss über der Schneeoberfläche ausmessen; c) Grundlagen aufarbeiten, um ein sich in Entwicklung befindliches Lagrangisches Model für Schneeverfrachtung zu validieren.

Versuchsfeld

Weissfluhjoch Versuchsfeld mit rechts den Instrumenten zur Messung von Schneeverfrachtung.

Versuchsaufbau

Wir messen die Schneeverfrachtung auf einem kleinen Hügel in der Nähe des Versuchsfeldes auf dem Weissfluhjoch. Im Experiment nutzen wir 3 Masten:

  • Mast 1: Vier cup-anemometers, vier Wenglor photoelektrische Partikelzähler und drei Temperatur-  und Luftfeuchtesensoren. Alle Sensoren sind so verteilt, dass wir vertikale Profile über 2 Meter bekommen.
  • Mast 2: Zwei FlowCapts (akustische impact Sensoren). Beide decken einen Meter des vertikalen Profils ab.
  • Mast 3: Vier Mellor traps (mechanische Schneefallen). Da diese Geräte eine genaue Beobachtung der Schneedecke und des Wetters verlangen und nicht automatisch registrieren, werden sie nur während Stürmen installiert.

Wir beobachten vor allem Perioden mit starkem Wind und hoher Schneefallintensität. Es interessieren aber auch Starkwindperioden ohne Schneefall mit reiner Drift. Auf allen drei Masten können die Sensoren in der Höhe verstellt werden, je nach Erfordernis des Versuches (Suspension, Saltation und/oder Kriechen).

Mast 2

Mast 1 ist mit vier Anemometern, vier photoelektrischen Partikelzählern und drei Temperatur- und Luftfeuchtesensoren (nur zwei sichtbar) ausgerüstet.

Kontakt

Keywords Schnee, Wind, Verfrachtung