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Messung und Modellierung der Schneeverteilung am Wannengrat, Davos Die
Untersuchung der räumlichen und zeitlichen Variabilität der alpinen
Schneedecke ist für die Beurteilung der Lawinengefahr sowie für die
Abschätzung bestehehender hydrologischer Resourcen alpiner
Einzugsgebiete entscheidend.
Diese Variabilität der Schneedecke wird durch die Verfrachtung des Schnees durch Wind und die lokale Energiebilanz an der Schneeoberfläche gesteuert. Die treibende Kraft für den Transport von Schnee ist das bodennahe Windfeld, welches durch die komplexe Topographie des Untergrundes modifiziert wird. Zudem verursacht diese Modifikation des Windfeldes unregelmässige Ablagerungen des Niederschlages im Gelände. Um die räumliche Variabilität der Schneedecke besser verstehen zu können, ist es notwendig die Schneehöhe in hoher Auflösung zu messen, sowie die vorherrschenden meteorologischen Bedingungen zu erfassen. Hierfür wurde ein neues Versuchsgebiet am Wannengrat ins Leben gerufen. Dort werden an sieben automatische Wetterstationen und mindestens 19 mobile Sensorscope Stationen (SwissEx) Wind, Temperatur und Strahlung erfasst. Diese meteorologischen Daten werden benötigt um numerische Modelle zu initialisieren und zu validieren. Ausserdem
ermöglichen es LIDAR
Messungen der Schneehöhe die Entstehung und Entwicklung der
räumlichen Ablagerungsmuster des Schnees im Versuchsgebiet zu messen
und schliesslich wiederkehrende Muster der Schneedeposition zu
erkennen. Die treibenden Prozesse, die zu der entsprechenden
Variabilität der Schneedecke führen, sollen hingegen mit Hilfe
numerischer Modellrechnungen identifiziert und quantifiziert werden.
Hierfür berechnen wir das lokale Windfeld sowie die
Schneeverfrachtung in einer hohen Gitterauflösung von wenigen
Metern. Zur Berechnung des Strömungsfeldes verwenden wir das
atmosphärische Modell ARPS (Advanced Regional Prediction System,
Center for Analysis and Prediction of Storms - Universität
Oklahoma). Mit diesem Modell können Simulationen auf verschiedenen
Skalen durchgeführt werden. Die berechneten Ströumgsfelder werden
als dreidimensionaler Input für das physikalisch basierte
Oberflächenprozessmodell ALPINE3D verwendet. Somit kann räumliche
Schneeverteilung für das Untersuchungsgebiet für unterschiedliche
Verfrachtungsereignisse simuliert werden. Hierfür werden die
Prozesse der Schneeverfrachtung - Saltation, Suspension - und
preferentielle Ablagerung des Niederschlags sowie die lokale
Energiebilanz der Schneeoberfläche berechnet. |