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SNOWPACK AntarktisDie Schneeoberfläche auf dem antarktischen Plateau unterscheidet sich stark von denen in anderen Klimazonen wie zum Beispiel die Alpen. Die geringe jährliche Niederschlagsmenge, die sehr niedrigen Luft- und Schneetemperaturen und die Windverhältnisse prägen die Entwicklung der Schneedecke und erschweren deren numerischen Simulation. In Zusammenarbeit mit der Agenzia Regionale per la Prevenzione e Protezione Ambientale del Veneto ARPAV, Italien, untersuchen wir die Wechselwirkung der antarktischen Schneedecke mit der Atmosphäre sowie weitere Oberflächenprozesse. Die Daten stammen hauptsächlich von italienischen Expeditionen zum Dome C (Concordia Station) und von einer automatischen Wetterstation. Es handelt sich dabei um Schneedaten wie Neuschneemengen, Profile, Temperaturen und Erosionsmessungen, sowie um meteorologische Standartdaten wie Lufttemperatur und -feuchte, Wind und einfallende Strahlung (kurz- und langwellig). Zuallererst wurde die Datenqualität geprüft. Da extreme Verhältnisse sowohl Hand- wie auch automatische Messungen erschweren, gibt es oft Datenlücken, die durch Interpolation oder mit Daten von anderen Standorten gefüllt werden müssen. So haben wir schliesslich einen vollständigen Datenset über die zwei Jahre 2006 und 2007 zusammengestellt. Mit diesen Daten wird nun das Schneedeckenmodell SNOWPACK angetrieben. Dieses Modell wurde für die Alpen entwickelt und manche Parametrisierungen die hier sehr gut funktionieren, sind im Antarktischen Klima nicht brauchbar. Zum Beispiel die Eigenschaften von Neuschnee und die Setzung von Schnee bei sehr niedrigen Temperaturen konnten nicht einfach übernommen werden. So versuchen wir die Ablagerung von Schnee auf Perioden mit starken Winden zu konzentrieren, was mit einer Simulation der Entstehung von Schneeverwehungen gleich kommt. SNOWPACK wird also immer besser an die antarktischen Verhältnisse angepasst. In
Zukunft erhoffen wir uns so schneechemische Prozesse wie auch die
Wechselwirkung Schnee-Atmosphäre in dieser Region besser verstehen zu können. Stazione Giulia, Antarctica. Photo by Mauro Valt.
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