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Projektdauer: 2010 - 2013

Schneeforschung in der Antarktis

Blog aus der Antarktis

SLF-Schneeforscher Martin Schneebeli war von Dezember 2012 bis Februar 2013 auf einer Forschungsexpedition in der Antarktis. In einem Blog berichtete er über seine Arbeit und schilderte seine Erlebnisse und Eindrücke aus der Antarktis.

Mit vielen interessanten Daten im Gepäck zurück aus der Antarktis

Publiziert am 11. Feb. 2013

Inzwischen ist Martin Schneebeli aus dem antarktischen „Sommer“ wieder in den Davoser Winter zurückgekehrt. Von seiner Expedition hat er viele interessante Messdaten mitgebracht, die nun auf die detaillierte Auswertung warten.

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Letzte Schneeprofile auf Kohnen

Publiziert am 30. Jan. 2013

Schon bald heisst es Abschied nehmen. In dieser Woche haben die Forscher auf der Station Kohnen noch die letzten Schneeprofile gemessen. Inzwischen ist das ganze Forschungsmaterial für die Heimreise verpackt. Jetzt warten die unzähligen, gesammelten Messdaten darauf, ausgewertet zu werden.

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Antarktis
Abb. 1: Antarktis

Expedition Winter 2012/13

Das SLF hat sich bereits mehrere Male an internationalen Expeditionen in die Antarktis beteiligt. Martin Schneebeli von der SLF-Forschungsgruppe Schneephysik untersucht in deren Rahmen die Umwandlungsprozesse des antarktischen Schnees.

Einblick in die jahrtausend alte Geschichte

Das Eis im Innern der Antarktis ist bis zu mehrere tausend Meter dick. Dieses Eis speichert viele Informationen über das vergangene Klima und gibt so einen Einblick in die jahrtausendalte Geschichte des Kontinents. Wegen der immerwährenden Minusgrade dauert es einige hundert bis tausend Jahre, bis der Schnee auf der Oberfläche zu Eis wird. Im Vergleich dazu läuft auf unseren Gletschern diese Umwandlung innerhalb eines Jahres ab. Um diese obere sogenannte Firn-Schicht, die bis zu 100 m dick sein kann, geht es im Antarktis-Forschungsprojekt 2012/2013.

Schneeexperte Schneebeli

Martin Schneebelis Rolle ist die des Schnee-Experten: Welches sind die Eigenschaften der obersten vier Meter der Firnschicht, und wie hat sich ihre Struktur mit zunehmender Tiefe verändert? Der Schnee ist auf vier Meter Tiefe schon zwischen 20 bis 40 Jahre alt, da in dieser Eiswüste nur zwischen 50 – 100 kg m-2 Schnee fällt (was bei uns in etwa einer Schneehöhe von einem halben Meter entsprechen würde).

Letztes Jahr war Martin Schneebeli mit dem gleichen Ziel im Projekt EXPLORE unterwegs. Da am Schluss nur drei Tage für die Feldarbeit zur Verfügung standen, ergriff er die Chance, sich am Projekt CoFi zu beteiligen. Er wird dort bis Ende Januar so genau wie möglich mit verschiedenen am SLF entwickelten Instrumentenerforschen, wie sich Schnee in Firn umwandelt. Nicht alle Messungen werden sich im Feld durchführen lassen, deshalb wird er auch Schneeproben ausschneiden, vergiessen und gefrieren oder sie in Isolierkisten ins Kältelabor am SLF transportieren. Dort werden diese dann im Sommer im Computer-Tomographen untersucht. Damit erhofft sich Martin Schneebeli, offene Fragen rund um die Klimageschichte der Antarktis beantworten zu können.

Untersuchungsmethoden

Feldmessungen

  • Schneeprofile (z.T. durchscheinend) und Infrarot-Fotografie: zur Untersuchung der Struktureigenschaften (z.B. Kornformen und –grössen) und der Stratigraphie (Schichtung) der Schneedecke. Hierfür entwickelten Martin Schneebeli und sein Team vorgängig eine neue Methode, die er in der Antarktis erstmals testete. Dabei wird in einem Schneeprofil zuerst eine Seite mit Licht in nahem Infrarot, für den Menschen unsichtbar, beschienen und fotografiert. Danach wird das durchscheinende Profil präpariert, und mit grünem Licht beschienen. Daraus lassen sich nun Korngrösse und Dichte berechnen (Abb. 2).
  • SnowMicroPen: misst die Härte der Schneeschichten
  • Spektrometer: misst die Reflektivität von Schnee und Eis
Durchscheinendes Schneeprofil    
Abb. 2: Das neue Infrarot-Gerät NIRTRAN zum Messen von Dichte und Korngrösse im Schnee.    

Laboruntersuchungen

  • Computertomografie: zur Untersuchung der „Architektur“ von Schnee sowie deren thermischen und mechanischen Eigenschaften