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Kurvenprojekt: "Gecarvte" Schwünge im SchneeEinführung und Zielsetzungen
Durch die Einführung der Carvingtechnik hat der Skisport während des letzten Jahrzehnts einen deutlichen Aufschwung erfahren. Dadurch haben sich auch die Anforderungen an die Skiausrüstung stark verändert. In diesem Projekt wurden verschiedene Aspekte gecarvter Schwünge untersucht, um Kriterien für eine Weiterentwicklung und eine bessere Anpassung von Ski-Bindungs-Systemen an gegebene äussere Bedingungen zu bestimmen. Im einzelnen wurden folgende Themen untersucht:
Methoden und einzelne Ergebnisse dieser Themen sind in den folgenden Kapiteln zusammengefasst. Mechanische Eigenschaften von Ski-Bindungs-SystemenDie mechanischen Eigenschaften verschiedener Ski-Bindungs-Systeme wurden in Laborexperimenten bestimmt. Das Fahrverhalten eines Systems wird im Wesentlichen von seiner Geometrie, seiner Biegesteifigkeit, seiner Torsionssteifigkeit, dem Schwingungs- Dämpfungsverhalten und der Art der Kraftübertragung zwischen Skischuh und der Lauffläche des Skis bestimmt. Letzteres kann durch die Messung der Flächendruckverteilung unter einem flach aufliegenden, belasteten Ski charakterisiert werden. Referenz
Biomechanische Analyse gecarvter SchwüngeZiel der biomechanischen Bewegungsanalyse war vor allem eine Bestimmung der Belastungssituation der Skiausrüstung während einem gecarvten Schwung. Dazu wurden die Bewegung des Körperschwerpunkts des Skifahrers, die Anpresskräfte vom Fahrer auf die Skibindung und die Aufkantwinkel der beiden Ski im Schwungverlauf mit Videoanalyse, Kistler Druckmessplatten, und Drucksohlen untersucht. Die folgenden drei Bilder zeigen Resultate für einen Beispielschwung:
Referenzen
Charakterisierung der Schneeeigenschaften in der Interaktion mit einem SkiDer tatsächlich gefahrene Schwungradius in gecarvten Schwüngen hängt nicht nur von den mechanischen Skieigenschaften ab, sondern auch vom Schneewiderstand, der den Anpresskräften vom Ski entgegenwirkt. Der Schneewiderstand gegen eine aufgekantete, in den Schnee eindringende steife Platte wurde mit zwei neuentwickelten Messgeräten, "Agenvis" und "FastSnowdeformer", bestimmt. Dabei zeigte sich, dass der Widerstandsdruck vor allem von der Eindringtiefe in den Schnee und vom Aufkantwinkel abhängig, jedoch weitgehend unabhängig von der Deformationsgeschwindigkeit (im für das Skifahren typischen Geschwindigkeitsbereich) ist. Schnee ist ein ausserordentlich variables Material weswegen die Messwerte grossen Schwankungen unterliegen. Die Ergebnisse dieser Schneeuntersuchung wurden in einer empirischen Gleichung für den Schneewiderstandsdruck zusammengefasst.
Referenzen
Simulation eines Ski-Bindungs-Systems im gecarvten SchwungUm den Einfluss verschiedener Kurvenparameter auf den Schwungradius und die Druckverteilung unter einem Ski bestimmen zu können, wurde ein Ski mit Bindung mit der Methode der Finiten Elemente (FEM) simuliert. Die Belastungssituation des Skis, welche durch die biomechanischen Bewegungsanalyse bestimmt werden konnte, und die empirische Gleichung für den Schneewiderstandsdruck wurde als Randbedingung in der Simulation berücksichtigt. Die Ergebnisse des in diesem Projekt erstellten Simulationsprogramms konnten mit gemessenen Kurvenradien verifiziert werden.
Referenzen
Entwicklung eines Prototyps für ein neues Ski-Bindungs-SystemsDie im Projekt gewonnenen Erkenntnisse und entwickelten Methoden flossen in die Entwicklung eines Prototypen einer Bindungsplatte ein, welcher erlaubt, einen vorgegebenen Ski an Fahrergewicht und Schneeverhältnisse anzupassen. Referenz
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