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Zusammenhang zwischen Wasser- und Wärmehaushalt der Auftauschicht über Permafrost in steilen, alpinen Blockschutthalden
Von der globalen Klimaerwärmung sind Hochgebirge wie die Alpen besonders stark betroffen: neben dem weithin bekannten Gletscherschwund wird auch der alpine Permafrost degradiert. Der dafür verantwortliche Tauprozess beginnt an der Geländeoberfläche, sodass die Auftauschicht (jährlich auftauend) über alpinem Permafrost dicker wird. Für Steilhänge bedeutet dies, dass die Masse der ungefrorenen und damit schwächer gebundenen Geröllschicht grösser wird und infolgedessen leichter abrutschen kann, insbesondere wenn Schmelzwasser zusätzlich als Schmiermittel wirkt. Daher ist es wichtig, die hydrothermischen Zusammenhänge in der Auftauschicht besser zu verstehen. Fragestellungen
HypotheseIm Winter ist die Auftauschicht ganz gefroren (Abb. 2). Aufgrund der isolierenden Wirkung der Schneedecke darüber werden atmosphärische Temperaturschwankungen stark gedämpft und zeitlich verzögert. Bei der Schneeschmelze im Frühjahr infiltriert Wasser in den Untergrund und gefriert teilweise wieder am kalten Gestein. Dabei wird latente Wärme frei und die Temperatur steigt markant an. Ein Teil des Wassers erreicht den Permafrostspiegel und fliesst auf diesem lateral ab. Erst wenn aller Schnee weggeschmolzen ist, beginnt im Sommer das oberflächennahe Bodeneis zu tauen. Schmelz- und Regenwasser versickern rasch im groben Geröll. Der Permfrostkörper ist jedoch weitgehend undurchlässig und führt das Wasser hangabwärts. Wenn die Lufttemperaturen im Herbst sinken, friert die Auftauschicht sowohl von der Oberfläche als auch von der Basis her bis schliesslich sämtliches Bodenwasser in Eis umgewandelt ist.
MethodikFür das vorgestellte Projekt wurde ein integrativer, dreiteiliger Ansatz gewählt, bestehend aus:
BedeutungDie Ergebnisse dieses Projektes werden helfen, die Auswirkungen des Klimawandels auf den thermischen Zustand alpinen Permafrostes und damit die Gefahr potentieller Hangrutschungen besser abschätzen zu können. Links
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