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Replikamethode zur dreidimensionalen Darstellung von Schnee mit Röntgen-MikrotomographieDie Visualisierung und Quantifizierung von Schnee-Strukturen auf einer Grössenskala von wenigen Millimetern ist wichtig, um die mechanischen, thermischen und elektromagnetischen Eigenschaften von Schnee zu verstehen. Oft müssen Schneeproben von weit entfernten Orten ins Labor transportiert werden, oder sie müssen vor der Strukturmessung gelagert werden. Um während dieser Zeit Strukturveränderungen durch die Schneemetamorphose zu verhindern, wird der Porenraum mit Diethyl-phthalat (DEP) gefüllt, einer Flüssigkeit die sich anschliessend verfestigt. Anschnitte und vor allem dreidimensionale (3D) Rekonstruktionen von vergossenen Schneestrukturen sind schwierig herzustellen und die automatische Verarbeitung der erhaltenen Bilder ist oft kaum möglich, so dass die Auswertung von Hand erfolgen muss. Wir haben eine neue Methode entwickelt, um
die 3D-Struktur von vergossenen Schneeproben zu messen. Schneeproben, welche
mit DEP vergossen und anschliessend gefroren wurden, werden zu Proben von
einigen Zenitmeter Durchmesser und bis zu 10 cm Höhe geschnitten. Das Eis in
diesen Proben wird anschliessend in einem Hoch-Vakuum sublimiert und die
zurückbleibende Negativ-Struktur (Replika) wird im Röntgen-Mikrotomographen
(micro-CT) abgebildet. Die Genauigkeit der Methode wurde mittels
Vergleichsmessungen nachgewiesen. Dazu wurden micro-CT Messungen der
ursprünglichen Schneestruktur mit solchen der Replika verglichen. Die neue Methode ermöglicht einen einfachen Proben-Transport, benötigt wenig manuelle Bearbeitung, hat eine hohe räumliche Auflösung von bis zu 10 Mikrometern und ist umweltfreundlich.
Download: CastingSnowPhthalate.pdf (nur auf englisch) Poster_Replica.pdf (nur auf englisch) |