|
Biodiversität
Landschaftsentwicklung
Management von Naturgefahren
Nachhaltige Ressourcennutzung
Waldökosysteme
Forschungseinheiten
Im Fokus
Mitarbeitende
Organisation
Aufgaben
Standorte
Geschichte
Jobs und Karriere
Kontakt und Anfahrt
Die Schneedecke als LebensraumSchneealgen: die Basis des Schneeökosystems
Trotz Kälte, starker UV-Strahlung und einem sehr begrenzten Angebot an Nährstoffen findet man Leben in der Schneedecke: Algen, Bakterien, Pilze, Rädertiere, Würmer und Spinnen. Die Algen - die Primär-Produzenten - betreiben Photosynthese. Das heißt, dass sie, wie Pflanzen nur Sonnenlicht, CO2, Wasser und einige weitere Nährstoffe brauchen , um organisches Material zu produzieren. Ohne Algen wäre kein Leben in der Schneedecke möglich , da sich die anderen Organismen von ihnen ernähren. Was ist roter Schnee?Roter Schnee ist nicht immer Saharasand. Wenn die Schneeoberfläche dunkel rot gefärbt ist, dann sind dies sehr wahrscheinlich Sporen der Schneealgen, zum Beispiel Chlamydomonas nivalis. Die rote Farbe bildet einen Schutz gegen die UV Strahlung. Ohne die roten Pigmente, die wie Sonnencreme wirken, würden die Algen von der Sonne verbrannt. Wie leben Schneealgen?Im Sommer, Herbst und Hochwinter befinden sich die roten Sporen der Schneealgen auf dem Erdboden. Ihre aktive Phase beginnt im Frühling, wenn flüssiges Wasser in der Schneedecke zur Verfügung steht. Die aktiven grünen Zellen müssen mit Hilfe ihrer Geisseln vom Boden zur Oberfläche wandern, um dort ausreichend Licht für die Photosynthese und Reproduktion zur Verfügung zu haben. Anschließend bilden sie wieder rote Sporen . Die Sporen der Schneealgen können sehr tiefe Temperaturen überleben (-196°C) und jahrelang im Ruhezustand verharren. Das ProjektWir untersuchen wie Schneealgen sich in der Schneedecke bewegen können. Es ist eigentlich noch nicht klar wie es die Algen schaffen - gegen kräftige Wasserflüsse und gegen die komplexe Schneemikrostruktur - vom Boden zur Schneeoberfläche zu wandern. Um diesen Mechanismus besser zu verstehen haben wir Feldversuche und Laborexperimente in unseres Klimakammer geplant. Kontakt
|