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Befallsrisiko durch Insekten entlang von Höhengradienten

Beat Wermelinger, Matthias Dobbertin, Andreas Rigling

Salgesch
Höhengradient im Föhrenwald von Salgesch

Problemstellung

Die Klimaerwärmung bringt für viele Schadinsekten ideale Voraussetzungen für eine Massenvermehrung: häufigere Stürme, wärmere Temperaturen, geschwächte Bäume. Das Projekt untersucht anhand von Höhengradienten, wie sich wärmere Temperaturen auf die Resistenz von Föhren (Harzfluss) und den Besiedlungsdruck durch potentielle Schadinsekten auswirken.

Ziel

Folgende Fragen sollen beantwortet werden:

  • Welche Arten von möglichen Schadinsekten und ihren natürlichen Feinden gibt es auf unterschiedlichen Höhenstufen?
  • Sind ihre Abundanzen höhenabhängig?
  • Gibt es Unterschiede in der Harzabwehr der Bäume auf unterschiedlicher Höhe?

Methode

Die Untersuchungen werden in 3 Trockengebieten der Alpen durchgeführt: Zentral-Wallis, Domleschg/Churer Rheinbecken, Aostatal (IT). In jedem Tal werden Gradienten an einem Nord- und einem Südhang mit 3 verschiedenen Höhenstufen (Standorte) angelegt. Jeweils im Herbst werden an allen Standorten Föhren gefällt, die im Frühling als Fangbäume für holz- und rindenbrütende Insekten dienen. Von den besiedelten Stämmen werden 1.5-m Stücke im Labor ausgebrütet und die Insekten bestimmt.

Zusätzlich werden auf den Standorten auch Harzflussmessungen gemacht, indem definierte Löcher in die Rinde gestanzt werden und der Harzfluss während 24 h gemessen wird.

Die Arbeiten werden im Rahmen der beiden Projekte "Alcotra" und "Büwak" durchgeführt und von den beteiligten Regionen und Interreg finanziert.

Zeitplan

Die Feldarbeiten dauern von 2010 bis 2012, das Ausbrüten und Bestimmen der Insekten bis ca. 2014.