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Projektdauer: 1996 - 2045

Meteorologische Datenerfassung auf den LWF-Flächen

Problemstellung

meteorologische Datenerfassung
Meteorologische Datenerfassung

Meteorologische Daten spielen in ökologischen Fragestellungen eine wichtige Rolle. In der Schweiz belegen langfristige Datenreihen von MeteoSchweiz eine Klimaveränderung. Die Veränderungen wirken sich auf das Ökosystem Wald aus. Für die Fragestellungen der Langfristigen Waldökosystem-Forschung sind lückenlose Reihen von flächenspezifischen Meteodaten hoher Qualität von grosser Bedeutung - sowohl im Bestand wie auch im Freiland.

Zielsetzung

  • Auf allen LWF-Flächen werden Meteodaten online erfasst, automatisch validiert und in die Oracle Datenbank eingelesen.
  • Die Meteostationen werden periodisch gewartet und die Qualität der Sensoren wird überprüft.
  • Andere Benutzer können die Datenübertragung der Meteostationen nutzen, um ihre Daten on-line zu erfassen und der Oracle Datenbank zuführen.
  • Die Daten werden jährlich an das "Forest Intensive Monitoring Coordinating Institute" (FIMCI) in der gewünschten Form geliefert.
  • Für wissenschaftliche Fragestellungen oder Gutachten stehen die Daten auf Anfrage internen und externen Personen zur Verfügung.

Methoden

Die Meteodaten werden mit automatischen Wetterstationen gesammelt. Auf jeder der 17 LWF-Flächen stehen zwei Stationen zur Verfügung. Eine Station steht auf der LWF-Fläche im Bestand, die zweite ausserhalb des Bestandes auf einer Freilandfläche. Im Freiland werden laufend folgende Parameter erhoben: Lufttemperatur, relative Luftfeuchtigkeit, Niederschlag, Windrichtung, Windgeschwindigkeit, Globalstrahlung, PAR-Strahlung und UV-B-Strahlung. Im Bestand fallen die Windrichtung, die Globalstrahlung und UV-B weg. Auf den sieben Kernflächen werden zusätzlich Bodentemperaturen gemessen. Die gewählten Parameter und die Methoden richten sich nach den Richtlinien des Handbuchs von ICP Forests. Die Zeitbasis bildet UTC und die Mess- und Speicherintervalle sind möglichst identisch mit den Vorgaben von MeteoSchweiz. Die Daten werden täglich automatisch über das GSM-Netz an die WSL übertragen. Die Energieversorgung wird mittels Solarenergie und 12 Volt Batterie sichergestellt.

Stand der Arbeiten

1995-1997 Aufbau des Messnetzes auf der Basis von Datenloggern der Firma Skye Instruments LTD.
1998-2002 Umbau des Messnetzes auf on-line Datenübertragung mit GSM-Technologie und CR10X Datenlogger sowie Multiplexer der Firma Campbell Scientific, INC.
1999-2002 Anschluss von weiterer Sensoren verschiedener Prokekte zur Datenübertragung an die on-line Stationen: Dendrometerbänder, Bodentemperaturstäbe, Clip-Streufühler, TDR-Sonden und Sapflow-Sensoren.
2001 Wartungs- und Kalibrierungsarbeiten bei allen Stationen alle zwei Jahre.
2002 An sechs Freiland-Meteomasten wurde Ozon-Passivsammler installiert.
2003 Ausbau der Datenvisualisierung und –kontrolle.
2003 An allen Freilandstationen werden Ozon-Passivsammler installiert.

Daten

Auf Anfrage werden Meteo-Rohdaten, d.h. nicht validierte Messwerte, zur Verfügung gestellt. Zugriff und Nutzung dieser Daten gemäss LWF-Richtlinien (PDF, 164 KB). Bezugsberechtigt sind interne und externe Personen mit wissenschaftlichen oder gutachtlichen Fragestellungen. Die Tabelle zeigt die Datenverfügbarkeit der einzelnen LWF-Meteostationen mit dem Anfangsdatum der entsprechenden Datenreihe.

Daten-Tabelle

Beteiligte

Kontakt

Publikation

  • Jakob P., Bernhard L., Schneiter G., Sutter F., 2001. Environmental Data Processing: Science meets Business Engineering. In: L.M. Hilty, P.W. Gilgen (eds), Sustainability in the Information Society. Marburg, Metropolis, pp. 541-546.

Links

Stichworte Meteorologie, Meteo, Meteostationen, Meteodaten, Meteomessnetz, Bodentemperatur, Niederschlag, Globalstrahlung, UV-B, PAR, Windrichtung, Windgeschwindigkeit, Campbell Datenlogger, CR10X, Meteorologische Grunddaten, Meteorologische Rohdaten Messtechnik, Waldklimastationen