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Nadelwachs
Die äusserste extrazelluläre Wachsauflage (= weisse Punkte auf dem Foto) auf Nadeln von jungen und erwachsenen Koniferen wurde im Zusammenhang mit der Entwicklung der Nadeln unter unterschiedlichen Umgebungsbedingungen (SO2- und Ozonkonzentration, Klima, Standort) chemisch und rasterelektronenmikroskopisch untersucht. In jeder Wachsprobe wurden 68 Komponenten aus 12 Stoffklassen quantifiziert. Die häufigsten Komponenten waren sekundäre Alkohole, Diole, freie omega-Hydroxy- und n-Fettsäuren, sowie Etholide (langkettige Ester aus omega-Hydroxyfettsäuren, Fettsäuren, Fettalkoholen und Fettdiolen, charakteristisch für Koniferenwachse). Die Variabilität in den Mengenanteilen der einzelnen Nadelwachs-Stoffklassen war in den unterschiedlich behandelten jungen Klonfichten (gleicher Genotyp) nicht grösser als diejenige von genetisch verschiedenen Altfichten an den verschiedenen Standorten. Der Gehalt an 10-Nonacosanol im Wachs junger Klonfichten stand in einem positiven, derjenige der freien omega-Hydroxyfettsäuren dagegen in einem negativen Zusammenhang mit der verabreichten Ozondosis (diese variierte durch kontrollierte Begasung oder aufgrund der unterschiedlichen O3-Konzentrationen an den verschiedenen Standorten). Die Wachse können nicht direkt mit Luftschadstoffen reagieren, da sie chemisch träge sind. Da aber im Aufbau des Wachses zuerst 10-Nonacosanol und später Etholide folgen, könnten die oben erwähnten Korrelationen eine verzögerte Ausbildung der Wachsschicht unter Ozoneinfluss anzeigen. Die Menge und die Struktur der Wachse änderten sich mit dem Nadelalter und wurden durch die Witterung beeinflusst, während SO2- oder Trockenstressbehandlung keine signifikanten Wirkungen hatten. Publikationen
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