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ZusammenfassungQUERCO-Praxis: Zwischen Labor und Wald - Eichen im Umweltwandel
Das Querco-Experiment der Eidg. Forschungsanstalt WSL hat in den Jahren 2006 bis 2012 Eichenökosysteme im Umweltwandel erforscht. Nationale und internationalen Forschungsgruppen haben in 26 Projekten die Reaktionen von Stiel-, Trauben- und Flaumeichenherkünften bei unterschiedlichen Umweltbedingungen auf verschiedenen Bodensubstraten untersucht [1]. Die Resultate werden 2012 in einer Sonderausgabe von Plant Biology publiziert. Die Forstpraxis beschäftigt sich ebenfalls intensiv mit dem Klimawandel. Dieser ist inzwischen als realistisches Szenario akzeptiert. Trotz allgemeiner Handlungsempfehlungen herrscht in Forstkreisen aber Unsicherheit in Bezug auf die lokale Umsetzung geeigneter Massnahmen [2]. Dies betrifft insbesondere die Förderung der Eiche, welche im Hinblick auf veränderte Klima und Umweltbedingungen als Alternative und Ergänzung zur aktuell im Mittelland dominierenden Buche gesehen wird [3]. Bund und Kantone unterstützen den Eichenanbau vor allem aus Gründen der Biodiversitätsförderung und sind sehr an vitalen und stabilen Eichen- bzw. Eichenmischbeständen interessiert. Das Projekt Querco-Praxis hat zum Ziel, das im Querco-Experiment der WSL erworbene Forschungswissen für die Praxis (Forst und Naturschutz) aufzuarbeiten und zu kommunizieren. Dabei soll auch das Verständnis und die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis weiter verbessert werden. Eine breite Öffentlichkeit wird inhaltlich, aber auch über die Zusammenarbeit Forschung / Praxis informiert. In Form von verschiedenen Umsetzungsartikeln, eines Merkblattes, Beiträgen in Presse und Internet und einer gemeinsamen Veranstaltung von Forschung und Praxis soll ein Fachpublikum angesprochen und eine breite Öffentlichkeit informiert werden. Dieser Wissenstransfer ist unverzichtbarer Bestandteil eines umfassenden Wissensmanagements und wesentliche Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung. Forschung und Praxis als zwei sich ergänzende Disziplinen haben sich hier einer besonderen Herausforderung zu stellen. Querco-Praxis ist damit Ausdruck einer gemeinsam von WSL und Praxis wahrgenommenen Verantwortung. Als Gegengewicht zu einer zunehmenden beruflichen (wissenschaftlichen) Spezialisierung soll QUERCO-Praxis für eine verstärkte Zusammenarbeit von Forschung und Praxis werben. Mit dem Eichenförderverein proQuercus, der sich seit 10 Jahren für die Erhaltung und Förderung der Eiche einsetzt, steht der WSL ein anerkannter Praxispartner zur Seite, der schweizweit tätig ist. Entsprechend übernimmt die WSL gemeinsam mit proQuercus die Trägerschaft von Querco-Praxis. Referenzen: [1] http://www.wsl.ch/fe/walddynamik/projekte/querco/index_DE [2] Waldwirtschaft und Klimawandel - einen Schritt weiter denken! Seminar vom 30.06 - 01.07.2011 in Interlaken. http://www.cipra.org/de/cc.alps/downloads/seminar-waldwirtschaft-und-klimawandel-einen-schritt-weiter-denken [3] Körner Chr. 2011: Zukunft gehört den Eichen und Eschen. Medienmitteillung Schweizerischer National Fonds SNF vom 16.3.2011
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